Mittwoch, 31. Juli 2019

August – Sommer in seiner ganzen Pracht




Die Sonnenblumen brennen in leuchtendem Gelb und es scheint, als träufelt lichtheller Staub von ihren Flammenrändern über die prallgefüllten grünen Blätter.

Die Malven strahlen und der Rittersporn hat die Farbe des Himmels angenommen. Noch blühen die wilden Rosen, doch der Himmel ist schon ein wenig blasser geworden. Die jungen Schwalben beleben die Lüfte und einsam zieht ein Bussard am Horizont seine kunstvollen Kreise. 

Noch erklingt im Schilf die Flöte des Pan und die Astern künden vom nahenden Herbst. Die Augustsonne schenkt uns noch einmal wundervolle Sommertage. Im Wald ist es nun stiller geworden. Über dem Waldteich tanzen die Libellen und im dichten Schilf klettert einsam der Schilfrohrsänger. Eine seltsame Stimmung sucht den Wanderer in solchen Stunden heim. Die Zeit scheint still zu stehen sogar bei den Zitterpappeln ist keine Bewegung zu erkennen.

Moosalbtal Fotos©Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt


Augusttage - die große Blüte neigt sich langsam ihrem Ende zu. Manche Pflanzen erscheinen nun wie zerbrechliche Wesen, deren Körper der Zeit verfallen sind. In diesem Sinne sind sie ein Gleichnis für den Menschen. Natur – so wie sie sich uns offenbart, ist immer „geheimnisvoll–offenbar“ wie Goethe es ausdrückte. Sie trägt in sich etwas unlösbar–rätselhaftes was in uns Menschen tiefe Empfindungen auslösen kann. Etwas „andersweltliches–jenseitiges“ scheint sie im August auszuströmen.
Je tiefer wir nun in die Natur eindringen, desto rätselhafter wird sie uns.
Die Bäume scheinen ein tiefes Schweigen auszuströmen und die Worte des großen Beethoven kommen dem Wanderer in den Sinn wenn er in diesem Monat unter ihnen verweilt: „Auf dem Lande ist es, als würde jeder Baum „heilig“, „heilig“ zu mir sagen! Wer kann jemals die Verzückung der Wälder ausdrücken?“
Die Zugvögel werden unruhig, bald beginnt die große Reise, die Mauersegler sind schon fortgezogen sind sie doch die ersten, die sich auf die große Wanderung begeben. Auch Kuckuck und Pirol gehören zu den frühen Reisenden.
Der ganze Sommer ist ein einziger Strom des Werdens, doch nur im August mischt sich die Wehmut des Vergehens hinein.
Noch einmal nehmen wir ihn in uns auf, den Sommer! In seiner ganzen Fülle und Kraft, aber auch in seiner Vergänglichkeit. Was wir wirklich wissen über diesen Monat August ist, dass er noch einmal das ganze Feuer des Sommers ausstrahlt, jedes Jahr wird er es wieder tun, wird wieder sein Lied singen, selbst wenn wir und unsere Werke lang schon vergangen sind. 

Artikel©Hans Wagner

Freitag, 19. Juli 2019

Luftkurort Trippstadt - ....im Kranz der Wälder


Ausgabe Juli/August 2019
Das aktuelle Heft mit vielen interessanten Artikeln, Informationen und Veranstaltungshinweisen ist erhältlich in der Tourist Information Trippstadt..

Dienstag, 2. Juli 2019

(S)INNE (ER)HALTEN – Eine Wanderung durch den Trippstadter Wald


Es gibt verschiedene Weisen die Natur zu sehen und zu erfassen, sie hat für alle nur möglichen Fragen eine Antwort bereit. Wenn wir uns in ihr bewegen dann sollten wir nur immer wieder einmal innehalten, um zu sehen, hören und riechen, dann wird uns die Natur Antworten geben, auch auf unsere Frage nach dem Sinn des Daseins! 

Während einer Wanderung durch den Trippstadter Wald wird die umgebende Natur uns dies bestätigen. Menschen von heute begegnen der  Natur anders als z.B. unsere Urgroßeltern. Sahen diese in den unendlichen Räumen des Kosmos das Himmels- und Sternenzelt, Sonne und Mond noch als Licht und Lampe eines friedvoll in sich ruhenden Erdentages und die alte Mutter Erde als fruchtbaren Boden allen Lebens, so können viele Menschen von heute diese Anschauungen meist nicht mehr nachempfinden. 
Und dennoch, wenn wir den Wald betreten, scheint es uns da nicht, dass mit einem Mal manches Schwere von uns fällt, dass wir Stress und Hektik plötzlich hinter uns lassen können?
 
Foto©Tourist Info Trippstadt
Der Wald wird uns zu einem letzten Reservat eines romantischen Gefühles. Wälder öffnen nicht nur unsere Sinne, sie schenken unserem Leben auch Sinn, wir müssen nur Ausschau halten nach den „Kindern des Waldes“, den Pflanzen, Vögeln, Bäumen und Tieren. Was kann uns bei einem Waldspaziergang doch alles begegnen? Der plötzliche Ruf des Schwarzspechtes, das leise Klagen eines einsamen Vogels, im Gebüsch taucht plötzlich ein Reh auf, im Wind rauschen die Bäume.

Bäume, sie sind viel mehr, als nur eine Ansammlung von Hölzern!
Bäume und der Wald insgesamt, können ein Gleichnis sein, für das Zusammenleben von uns Menschen.
Aber Bäume sind auch Mahner in unserer heutigen schnelllebigen Gesellschaft, denn sie stehen außerhalb unserer Alltagshektik. Wir sollten öfter mal innehalten und das Schöpfungswerk der Natur wieder bewusster betrachten. Bäume können uns Kraft und Hoffnung geben, die Zukunft zu meistern und das Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen, denn aus fast keinem anderen Wesen der Natur strahlt so viel Nachhaltigkeit wie aus unserem Freund dem Baum.
Alte Baumgestalten lassen für uns Geschichte lebendig, Gegenwart wichtig, und Zukunft lebenswert erscheinen. Sie können Freunde des Menschen werden, uns viel erzählen. Uns vor allem die Natur und die Schöpfung nahe bringen.
Wir müssen nur immer wieder innehalten können, dann können wir auch teilnehmen an dem Wunder der uns umgebenden Natur, an ihrer Fülle, an ihrem Reichtum.

Dies ist es, was wir von der großen Lehrmeisterin Natur lernen können, wenn wir bereit sind. Jenes Gefühl einer Wiederverzauberung mit der uns umgebenden Natur, eben: Im Leben einen Sinn erhalten.
 
Foto Karlstalschlucht©Tourist Info Trippstadt
Es soll Menschen geben die über das „Schweigen“ im Wald erschrecken, doch ist diese Stille des Waldes nicht gerade seine Antwort an uns?

Schon beim Eintritt in den Wald atmen wir auf und entspannen uns. Beim Wandern erleben wir zwei grundlegende Leitgedanken unseres Lebens: Weggehen und Ankommen. Wir machen uns auf um etwas Neues zu erleben, unseren Kopf freizubekommen und auch irgendwie auf die Suche nach einem Gefühl von Glück! Diese Suche ist auch etwas das unser Leben durchzieht wie ein roter Faden: die Suche nach dem Sinn des Lebens, nach Glück, nach Freiheit, Geborgenheit, dem Paradies….
Der Wald kann uns einiges davon schenken, unser Kopf wird frei, denn in der Natur kann man sich frei bewegen ohne Zwang und Stress.
Hier sind wir auch befreit von den ständigen Reizen unserer modernen Welt. Alle Sinne öffnen sich für die Natur.
Der Gesang der Vögel, das Rauschen der Blätter im Wind, das Murmeln des Wildbaches und vieles mehr können wir bewusst aufnehmen und es trägt zu unserer Entspannung bei. „Waldbaden“ nennt man das in Japan.Shinrin yoku“ heißt übersetzt so viel wie: „ein Bad nehmen in der Atmosphäre des Waldes“ oder kurz „Waldbaden“ und ist in Japan selbstverständlicher Teil der Gesundheitsvorsorge!
Denn ein Spaziergang im Wald ist gesund! Nachweislich wird der Blutdruck gesenkt und Stresshormone werden reduziert.
Nehmen Sie es an, dieses kostenlose Rezept von Mutter Natur und machen Sie sich auf zu einer Wanderung durch den Trippstadter Wald!

Artikel©Hans Wagner