Dienstag, 16. April 2019

Ein Aprilspaziergang


Für alle naturbewussten Menschen und leidenschaftlichen Wald- und Wiesenläufer ist der April der Monat, um in der Natur die ersten farbigen Frühlingsboten zu beobachten.
 
Foto©Tourist Info Trippstadt


Artenreich an Blütenpflanzen zeigen sich nun die Laubwälder. Bevor die Bäume ihre Blätter entfalten und der grüne Schatten die Eichen- und Buchenwälder bedeckt, erscheinen unter den Bäumen in bunter Reihenfolge Leberblümchen, Milzkraut, Buschwindröschen, Scharbockskraut, Haselwurz, Schuppenwurz, Lerchensporn und Lungenkraut.
Die Bäume zeigen sich im ersten zarten Grün und überall blühen die Forsythien. Bereits im März ist der Zilp-Zalp zurückgekehrt und nun folgt ihm sein Doppelgänger der Fitis. Unterscheiden kann man beide nur am Gesang. Jetzt kehren auch die ersten Schwalben heim. Die Rauchschwalbe, die sich mit Vorliebe in Kuhställen niederlässt, kommt noch vor der Mehlschwalbe.
Auch die Bienen beginnen nun mit ihren Sammelflügen und überall summen an sonnigen Tagen Hummeln um die Blütenkelche.
Der April ermöglicht dem Wanderer einen besonders intensiven Blick in das Werden der Natur. Im Kaltenborner Tal blühen nun die Sumpfdotterblumen. 
 
Foto©Tourist Info Trippstadt

Wie ein großer gelber Teppich breiten sie sich im Erlenwald aus. Die Schwarzerle bevorzugt Sumpfgebiete, sie folgt durstig den Bächen und Wasserläufen die in der Trippstadter Flur reichlich vorhanden sind. Der April ist ein Monat des Aufbruchs und wer sich von seinen Wetterkapriolen nicht einschüchtern lässt, kann jetzt viele Geheimnisse und Schönheiten der erwachenden Natur entdecken.

Artikel©Hans Wagner