Mittwoch, 4. Dezember 2019

Winter im Trippstadter Wald


 
Foto©Tourist Info Trippstadt

Auch in der kalten Jahreszeit, zieht es viele Naturliebhaber in den Wald. Wenn Regen und Schnee die äußere Sicht einschränken, wendet der Blick sich nach innen. Und wenn auf den Feldern die Ernte eingebracht ist, fährt auch der ernsthafte Wanderer seine Ernte ein.
Selbst im tiefsten Winter, wenn Schnee und Eis unsere Wälder und Wiesen bedecken, ist es belebend und eine Wohltat für die Seele sich auf eine Wanderung durch die klirrende Kälte zu begeben. Ruhig und starr stehen die Bäume nun im Wald, ohne ihren Blätterschmuck offenbaren sie uns umso mehr ihr eigenes Wesen. Auf den Nadelbäumen funkelt das Eis wie Diademe. Die Natur ruht, doch schon wächst neues Leben unter der gefrorenen Erde und wartet nur darauf, dass die Sonne es aufblühen lässt!
Wer denkt der Wald wirke im Winter eintönig, der täuscht sich gewaltig. Gerade jetzt kann man die Schönheit der wandelbaren Natur besonders gut erkennen und viel Neues entdecken. Die wunderbaren Farbnuancen der flüchtigen Wolken am Abendhimmel, die Wirkung des Lichts das im Winter besonders sanft in die Baumkronen fällt. Das weiche und zarte Gezwitscher der Meisen, die Spuren von Vögeln und Wild im Schnee.
Wer genau hinschaut, kann sie sehen - die kleinen Wunder am Wegesrand!


Text©Hans Wagner

Montag, 4. November 2019

November im Pfälzerwald

Foto©Tourist Info Trippstadt


 Eine Sinfonie der Farben – zwischen Herbst und Winter

Eine einzige Sinfonie der Klänge und Farben in der Natur ist der Herbst! Sein goldenes Licht ist Zauber für die Seele. Doch irgendwann verschwindet dieses Licht und der graue, düstere, geheimnisvolle Neblung übernimmt die Herrschaft in den Wäldern. Doch auch der November hat seinen Zauber und seine Schönheiten! Wie dunkle Riesen, Gnome und Elfen erscheinen im nebelhaften Wald nun die Bäume und Sträucher. 

Foto©Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt


Nebelmond, so nannten unsere Altvorderen diesen Monat. Der November erscheint uns als die Verkörperung der Einsamkeit, sein Zuhause liegt zwischen Herbst und Winter. Das erste große Fest in diesem Monat ist Samhain, besser bekannt in seiner amerikanischen Version als Halloween. Bei den Kelten fand Samhain am 1. November statt, dieser Name bedeutet etymologisch „Ende des Sommers.“ Also Winteranfang! Doch das Herz des Monats schlägt an seinem 11. Tag, wenn alle Kinder mit leuchtenden Augen St. Martin feiern!

Text©Hans Wagner

7. November Trippstadter Stammtisch


Freitag, 23. August 2019

Festschrift Kohlenbrennerfest 2019


Die Festschrift mit vielen interessanten Hinweisen und Artikeln zum 40. Trippstadter Kohlenbrennerfest erhalten Sie in der Tourist Information Trippstadt!


Meileraufbau 2019

Meileraufbau für Kohlenbrennerfest

Vereinsring Wilensteiner Land e.V. - 24. August 2019



Vereinsring Wilensteiner Land – Trippstadt e.V.
Meileraufbau für Kohlenbrennerfest 2019
am Samstag, 24. August 2019 ab 9.00 Uhr

Das Kohlenbrennerfest 2019 rückt näher. Am Samstag, 24. August wird ab 9.00 Uhr der Meiler für das diesjährige Kohlenbrennerfest aufgebaut.
Freiwillige Helfer sind herzlich willkommen. Erleben sie ein altes Handwerk hautnah und unterstützen Sie uns beim Aufbau des 2019er Meilers.
Infos: 0 63 06 - 3 41

Mittwoch, 31. Juli 2019

August – Sommer in seiner ganzen Pracht




Die Sonnenblumen brennen in leuchtendem Gelb und es scheint, als träufelt lichtheller Staub von ihren Flammenrändern über die prallgefüllten grünen Blätter.

Die Malven strahlen und der Rittersporn hat die Farbe des Himmels angenommen. Noch blühen die wilden Rosen, doch der Himmel ist schon ein wenig blasser geworden. Die jungen Schwalben beleben die Lüfte und einsam zieht ein Bussard am Horizont seine kunstvollen Kreise. 

Noch erklingt im Schilf die Flöte des Pan und die Astern künden vom nahenden Herbst. Die Augustsonne schenkt uns noch einmal wundervolle Sommertage. Im Wald ist es nun stiller geworden. Über dem Waldteich tanzen die Libellen und im dichten Schilf klettert einsam der Schilfrohrsänger. Eine seltsame Stimmung sucht den Wanderer in solchen Stunden heim. Die Zeit scheint still zu stehen sogar bei den Zitterpappeln ist keine Bewegung zu erkennen.

Moosalbtal Fotos©Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt


Augusttage - die große Blüte neigt sich langsam ihrem Ende zu. Manche Pflanzen erscheinen nun wie zerbrechliche Wesen, deren Körper der Zeit verfallen sind. In diesem Sinne sind sie ein Gleichnis für den Menschen. Natur – so wie sie sich uns offenbart, ist immer „geheimnisvoll–offenbar“ wie Goethe es ausdrückte. Sie trägt in sich etwas unlösbar–rätselhaftes was in uns Menschen tiefe Empfindungen auslösen kann. Etwas „andersweltliches–jenseitiges“ scheint sie im August auszuströmen.
Je tiefer wir nun in die Natur eindringen, desto rätselhafter wird sie uns.
Die Bäume scheinen ein tiefes Schweigen auszuströmen und die Worte des großen Beethoven kommen dem Wanderer in den Sinn wenn er in diesem Monat unter ihnen verweilt: „Auf dem Lande ist es, als würde jeder Baum „heilig“, „heilig“ zu mir sagen! Wer kann jemals die Verzückung der Wälder ausdrücken?“
Die Zugvögel werden unruhig, bald beginnt die große Reise, die Mauersegler sind schon fortgezogen sind sie doch die ersten, die sich auf die große Wanderung begeben. Auch Kuckuck und Pirol gehören zu den frühen Reisenden.
Der ganze Sommer ist ein einziger Strom des Werdens, doch nur im August mischt sich die Wehmut des Vergehens hinein.
Noch einmal nehmen wir ihn in uns auf, den Sommer! In seiner ganzen Fülle und Kraft, aber auch in seiner Vergänglichkeit. Was wir wirklich wissen über diesen Monat August ist, dass er noch einmal das ganze Feuer des Sommers ausstrahlt, jedes Jahr wird er es wieder tun, wird wieder sein Lied singen, selbst wenn wir und unsere Werke lang schon vergangen sind. 

Artikel©Hans Wagner

Freitag, 19. Juli 2019

Luftkurort Trippstadt - ....im Kranz der Wälder


Ausgabe Juli/August 2019
Das aktuelle Heft mit vielen interessanten Artikeln, Informationen und Veranstaltungshinweisen ist erhältlich in der Tourist Information Trippstadt..

Dienstag, 2. Juli 2019

(S)INNE (ER)HALTEN – Eine Wanderung durch den Trippstadter Wald


Es gibt verschiedene Weisen die Natur zu sehen und zu erfassen, sie hat für alle nur möglichen Fragen eine Antwort bereit. Wenn wir uns in ihr bewegen dann sollten wir nur immer wieder einmal innehalten, um zu sehen, hören und riechen, dann wird uns die Natur Antworten geben, auch auf unsere Frage nach dem Sinn des Daseins! 

Während einer Wanderung durch den Trippstadter Wald wird die umgebende Natur uns dies bestätigen. Menschen von heute begegnen der  Natur anders als z.B. unsere Urgroßeltern. Sahen diese in den unendlichen Räumen des Kosmos das Himmels- und Sternenzelt, Sonne und Mond noch als Licht und Lampe eines friedvoll in sich ruhenden Erdentages und die alte Mutter Erde als fruchtbaren Boden allen Lebens, so können viele Menschen von heute diese Anschauungen meist nicht mehr nachempfinden. 
Und dennoch, wenn wir den Wald betreten, scheint es uns da nicht, dass mit einem Mal manches Schwere von uns fällt, dass wir Stress und Hektik plötzlich hinter uns lassen können?
 
Foto©Tourist Info Trippstadt
Der Wald wird uns zu einem letzten Reservat eines romantischen Gefühles. Wälder öffnen nicht nur unsere Sinne, sie schenken unserem Leben auch Sinn, wir müssen nur Ausschau halten nach den „Kindern des Waldes“, den Pflanzen, Vögeln, Bäumen und Tieren. Was kann uns bei einem Waldspaziergang doch alles begegnen? Der plötzliche Ruf des Schwarzspechtes, das leise Klagen eines einsamen Vogels, im Gebüsch taucht plötzlich ein Reh auf, im Wind rauschen die Bäume.

Bäume, sie sind viel mehr, als nur eine Ansammlung von Hölzern!
Bäume und der Wald insgesamt, können ein Gleichnis sein, für das Zusammenleben von uns Menschen.
Aber Bäume sind auch Mahner in unserer heutigen schnelllebigen Gesellschaft, denn sie stehen außerhalb unserer Alltagshektik. Wir sollten öfter mal innehalten und das Schöpfungswerk der Natur wieder bewusster betrachten. Bäume können uns Kraft und Hoffnung geben, die Zukunft zu meistern und das Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen, denn aus fast keinem anderen Wesen der Natur strahlt so viel Nachhaltigkeit wie aus unserem Freund dem Baum.
Alte Baumgestalten lassen für uns Geschichte lebendig, Gegenwart wichtig, und Zukunft lebenswert erscheinen. Sie können Freunde des Menschen werden, uns viel erzählen. Uns vor allem die Natur und die Schöpfung nahe bringen.
Wir müssen nur immer wieder innehalten können, dann können wir auch teilnehmen an dem Wunder der uns umgebenden Natur, an ihrer Fülle, an ihrem Reichtum.

Dies ist es, was wir von der großen Lehrmeisterin Natur lernen können, wenn wir bereit sind. Jenes Gefühl einer Wiederverzauberung mit der uns umgebenden Natur, eben: Im Leben einen Sinn erhalten.
 
Foto Karlstalschlucht©Tourist Info Trippstadt
Es soll Menschen geben die über das „Schweigen“ im Wald erschrecken, doch ist diese Stille des Waldes nicht gerade seine Antwort an uns?

Schon beim Eintritt in den Wald atmen wir auf und entspannen uns. Beim Wandern erleben wir zwei grundlegende Leitgedanken unseres Lebens: Weggehen und Ankommen. Wir machen uns auf um etwas Neues zu erleben, unseren Kopf freizubekommen und auch irgendwie auf die Suche nach einem Gefühl von Glück! Diese Suche ist auch etwas das unser Leben durchzieht wie ein roter Faden: die Suche nach dem Sinn des Lebens, nach Glück, nach Freiheit, Geborgenheit, dem Paradies….
Der Wald kann uns einiges davon schenken, unser Kopf wird frei, denn in der Natur kann man sich frei bewegen ohne Zwang und Stress.
Hier sind wir auch befreit von den ständigen Reizen unserer modernen Welt. Alle Sinne öffnen sich für die Natur.
Der Gesang der Vögel, das Rauschen der Blätter im Wind, das Murmeln des Wildbaches und vieles mehr können wir bewusst aufnehmen und es trägt zu unserer Entspannung bei. „Waldbaden“ nennt man das in Japan.Shinrin yoku“ heißt übersetzt so viel wie: „ein Bad nehmen in der Atmosphäre des Waldes“ oder kurz „Waldbaden“ und ist in Japan selbstverständlicher Teil der Gesundheitsvorsorge!
Denn ein Spaziergang im Wald ist gesund! Nachweislich wird der Blutdruck gesenkt und Stresshormone werden reduziert.
Nehmen Sie es an, dieses kostenlose Rezept von Mutter Natur und machen Sie sich auf zu einer Wanderung durch den Trippstadter Wald!

Artikel©Hans Wagner

Mittwoch, 12. Juni 2019

Sommerzeit im Moosalbtal


Jeder Wasserlauf hat seine eigene Wesensart, jeder seine sichtbaren und unsichtbaren Bewohner. Jeder Bach hat, wie der Mensch auch, einen Körper, eine Seele und einen Geist! Es gibt keine unbelebte Natur.
Ist das Ufer der Körper, so ist das Wasser die Seele und über den Wassern singt der Geist der unruhigen Bäche. Das Wasser ist auch ein grandioser Künstler, es formt die Ufer der Bäche zu lebendigen Kunstwerken.
Entlang der Moosalb gibt es viel zu sehen und zu beobachten. Das geschmeidige Gefieder des Eisvogels blitzt im Licht des Waldes kurz auf, bevor er sich ins Wasser stürzt. Die Wasseramsel gleitet geschickt über der Strömung. Moose, Flechten, Farne, manchmal eine Orchidee verzaubern das Ufer. Wie Trolle und Kobolde ragen abgestorbene Äste und Baumstümpfe aus dem eiskalten Wasser. Verwitterte alte Kopfweiden nicken uns zu, majestätische alte Eiben und Pappelbäume erzählen ihre eigene Geschichte. In ausgewaschenen Sandsteinhöhlen verstecken sich Molche und Schnecken. Wie von Sinnen tanzen Mücken und Libellen über dem kühlen Nass. Elegant gleitet die Bachforelle gegen die Strömung. Das Rauschen des Wassers ist wie Musik.
Am schönsten klingt diese Musik am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung. Es scheint, als singe die Moosalb um diese Zeit besonders lieblich. In einem gemeinsamen Konzert mit der sie umgebenden beseelten Natur. In diesen Stunden spürte man die Seele des Waldes!
Ist ein See oder Weiher das Auge der Erde, dann sind die Bäche die Venen und Adern von Mutter Natur. 

Foto©Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt

Menschen haben Gemeinsamkeiten mit Wasserläufen, allerdings sind ihre Quellen meistens verborgen. So wie die Bäche in die großen Flüsse und Ströme münden, wie sie rauschend von ihren starken Geschwistern empfangen werden, so ist auch der Mensch ein Empfangender der göttlichen Intuition, der wir in der freien Natur am nächsten sind. Wie die Wasser der Bäche unermesslich sind, so spüren wir manchmal, wenn wir an einem Bach verweilen, dass auch in uns etwas unermessliches wohnt. Meistens wollen wir es nicht wahrhaben, doch wer den Wassern lauscht, hört die murmelnde Urmutter!
 
Foto©UteKnieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt
Die Moosalb, in früherer Zeit „Muschalb“ genannt, fließt von ihrer Quelle in einem engen Tal südwestlich unterhalb von Johanniskreuz, in nordwestlicher Richtung durch die Karlstalschlucht, vorbei an der Klug’schen Mühle, dem Unterhammer, dem Naturfreundehaus Finsterbrunnertal bis zum Walzwerk. Von dort aus fließt sie nach Waldfischbach-Burgalben und mündet dort in den Schwarzbach. Wie der Aschbach, ein weiterer schöner Wildbach in der Gemeinde Trippstadt, war die Moosalb einst ein Grenzgewässer.
Das Wort „alb“ ist ein alter keltischer Ausdruck für reines und klares Wasser.
Vom Neuhöfertal aus speist der Kottelbach die Moosalb mit kühlen Nass. In Höhe der Karlstalschlucht fließt das Wasser des Kaltenborn in die Moosalb, noch weitere Brunnen und Quellen nimmt sie auf ihrem Weg mit. Die Gemeinde Trippstadt ist reich an Brunnen, Quellen, Weihern und Bachläufen. Sie sind Ausgangspunkt und Ziel für wunderschöne, romantische Wanderungen.

Artikel©Hans Wagner