Mittwoch, 12. Juni 2019

Sommerzeit im Moosalbtal


Jeder Wasserlauf hat seine eigene Wesensart, jeder seine sichtbaren und unsichtbaren Bewohner. Jeder Bach hat, wie der Mensch auch, einen Körper, eine Seele und einen Geist! Es gibt keine unbelebte Natur.
Ist das Ufer der Körper, so ist das Wasser die Seele und über den Wassern singt der Geist der unruhigen Bäche. Das Wasser ist auch ein grandioser Künstler, es formt die Ufer der Bäche zu lebendigen Kunstwerken.
Entlang der Moosalb gibt es viel zu sehen und zu beobachten. Das geschmeidige Gefieder des Eisvogels blitzt im Licht des Waldes kurz auf, bevor er sich ins Wasser stürzt. Die Wasseramsel gleitet geschickt über der Strömung. Moose, Flechten, Farne, manchmal eine Orchidee verzaubern das Ufer. Wie Trolle und Kobolde ragen abgestorbene Äste und Baumstümpfe aus dem eiskalten Wasser. Verwitterte alte Kopfweiden nicken uns zu, majestätische alte Eiben und Pappelbäume erzählen ihre eigene Geschichte. In ausgewaschenen Sandsteinhöhlen verstecken sich Molche und Schnecken. Wie von Sinnen tanzen Mücken und Libellen über dem kühlen Nass. Elegant gleitet die Bachforelle gegen die Strömung. Das Rauschen des Wassers ist wie Musik.
Am schönsten klingt diese Musik am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung. Es scheint, als singe die Moosalb um diese Zeit besonders lieblich. In einem gemeinsamen Konzert mit der sie umgebenden beseelten Natur. In diesen Stunden spürte man die Seele des Waldes!
Ist ein See oder Weiher das Auge der Erde, dann sind die Bäche die Venen und Adern von Mutter Natur. 

Foto©Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt

Menschen haben Gemeinsamkeiten mit Wasserläufen, allerdings sind ihre Quellen meistens verborgen. So wie die Bäche in die großen Flüsse und Ströme münden, wie sie rauschend von ihren starken Geschwistern empfangen werden, so ist auch der Mensch ein Empfangender der göttlichen Intuition, der wir in der freien Natur am nächsten sind. Wie die Wasser der Bäche unermesslich sind, so spüren wir manchmal, wenn wir an einem Bach verweilen, dass auch in uns etwas unermessliches wohnt. Meistens wollen wir es nicht wahrhaben, doch wer den Wassern lauscht, hört die murmelnde Urmutter!
 
Foto©UteKnieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt
Die Moosalb, in früherer Zeit „Muschalb“ genannt, fließt von ihrer Quelle in einem engen Tal südwestlich unterhalb von Johanniskreuz, in nordwestlicher Richtung durch die Karlstalschlucht, vorbei an der Klug’schen Mühle, dem Unterhammer, dem Naturfreundehaus Finsterbrunnertal bis zum Walzwerk. Von dort aus fließt sie nach Waldfischbach-Burgalben und mündet dort in den Schwarzbach. Wie der Aschbach, ein weiterer schöner Wildbach in der Gemeinde Trippstadt, war die Moosalb einst ein Grenzgewässer.
Das Wort „alb“ ist ein alter keltischer Ausdruck für reines und klares Wasser.
Vom Neuhöfertal aus speist der Kottelbach die Moosalb mit kühlen Nass. In Höhe der Karlstalschlucht fließt das Wasser des Kaltenborn in die Moosalb, noch weitere Brunnen und Quellen nimmt sie auf ihrem Weg mit. Die Gemeinde Trippstadt ist reich an Brunnen, Quellen, Weihern und Bachläufen. Sie sind Ausgangspunkt und Ziel für wunderschöne, romantische Wanderungen.

Artikel©Hans Wagner

Dienstag, 16. April 2019

Ein Aprilspaziergang


Für alle naturbewussten Menschen und leidenschaftlichen Wald- und Wiesenläufer ist der April der Monat, um in der Natur die ersten farbigen Frühlingsboten zu beobachten.
 
Foto©Tourist Info Trippstadt


Artenreich an Blütenpflanzen zeigen sich nun die Laubwälder. Bevor die Bäume ihre Blätter entfalten und der grüne Schatten die Eichen- und Buchenwälder bedeckt, erscheinen unter den Bäumen in bunter Reihenfolge Leberblümchen, Milzkraut, Buschwindröschen, Scharbockskraut, Haselwurz, Schuppenwurz, Lerchensporn und Lungenkraut.
Die Bäume zeigen sich im ersten zarten Grün und überall blühen die Forsythien. Bereits im März ist der Zilp-Zalp zurückgekehrt und nun folgt ihm sein Doppelgänger der Fitis. Unterscheiden kann man beide nur am Gesang. Jetzt kehren auch die ersten Schwalben heim. Die Rauchschwalbe, die sich mit Vorliebe in Kuhställen niederlässt, kommt noch vor der Mehlschwalbe.
Auch die Bienen beginnen nun mit ihren Sammelflügen und überall summen an sonnigen Tagen Hummeln um die Blütenkelche.
Der April ermöglicht dem Wanderer einen besonders intensiven Blick in das Werden der Natur. Im Kaltenborner Tal blühen nun die Sumpfdotterblumen. 
 
Foto©Tourist Info Trippstadt

Wie ein großer gelber Teppich breiten sie sich im Erlenwald aus. Die Schwarzerle bevorzugt Sumpfgebiete, sie folgt durstig den Bächen und Wasserläufen die in der Trippstadter Flur reichlich vorhanden sind. Der April ist ein Monat des Aufbruchs und wer sich von seinen Wetterkapriolen nicht einschüchtern lässt, kann jetzt viele Geheimnisse und Schönheiten der erwachenden Natur entdecken.

Artikel©Hans Wagner

Mittwoch, 20. März 2019

Frühlingsimpressionen aus dem Karlstal


Ein Besuch im Karlstal ist das ganze Jahr über empfehlenswert, doch wer im Frühjahr hier eine Wanderung macht, wird auf Anhieb von dieser Landschaft begeistert sein. Die wildrauschende Moosalb hier in der Karlstalschlucht, die großen, mächtigen und erhabenden Buntsandsteinfelsen, die der Schlucht ihr besonderes Flair geben und die urwüchsigen starken Buchen und Eichen, verleihen dieser Landschaft eine archaische und wildromantische Aura. 

Karlstalschlucht - Foto©Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt


Endlich ermöglicht uns das Wetter wieder ausgiebige Spaziergänge in der Natur und froh darüber, dass nun die sonnigen Tage kommen, erkunden wir voller Tatendrang die erwachende Natur.

Bevor die Bäume ausschlagen, hat sich der Boden leicht begrünt und unter dem Altlaub streben die ersten Frühjahrsblüher dem Lichte entgegen. Vereinzelt finden sich nun Buschwindröschen, Lungenkraut, Leberblümchen, Schlüsselblumen und Waldmeister ein. Bereits am Ende der Schlucht bilden sie einen bunten Frühlingsblumenteppich. Im dichten Unterholz entfaltet nun auch der giftige Seidelbast seine duftenden, rosafarbenen Blüten. Folgt der Wanderer nun dem Verlauf der Moosalb, wird er mit etwas Glück einigen selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten begegnen. In den krautreichen Gebüschen längs der Moosalb, wird er alsbald einen braunvioletten Kolben entdecken, der vor allem in den Abendstunden einen aasähnlichen Geruch ausströmt. Es ist der mystisch aussehende Aronstab. Sein deutscher Name beruht auf einer Fehldeutung des griechischen „aron“, eines alten Pflanzennamens, der angesichts des merkwürdigen Kolbens später mit dem ergrünenden Stab des biblischen „Hohepriesters Aaron“ in Verbindung gebracht wurde. Der deutsche Naturphilosoph Gustav Schenk hat ein romantisches und mysteriöses Buch über diese seltsame Pflanze geschrieben.
Am Ufer der Moosalb finden sich vereinzelt stehende Erlen- und Haselbüsche, die dem Vorbeiwandernden den Blick auf sumpfige Wiesen freigeben. In kleinen Gruppen stehen hier die gelben Wasserschwertlilien.

Auch unsere heimischen Schlüsselblumenarten gedeihen, wenn auch nur spärlich, im Tal. Sie sind der Inbegriff der Frühjahrsblüher, doch in den letzten Jahren eher selten geworden! Im Karlstal findet sich die Gebräuchliche Schlüsselblume, die im Volksmund auch den Namen Himmelsschlüssel trägt. Die Tatsache Ihres frühzeitigen Blühens hat der Pflanze auch den Namen gegeben.
Der botanische Name der Schlüsselblume ist „Primula“, was als Verkleinerungsform des Wortes „Primus“, „der Erste“, also „kleiner Erstling“, anzusehen ist.  Die durch das ganze deutsche Sprachgebiet verbreiteten Namen beziehen sich auf die schlüsselähnliche Gestalt der Blüten, da der Blütenstand an einen Schlüsselbund erinnert. In der Eifel heißt die Pflanze Kirchenschlüssel, in Kärnten Burgenschlüssel, in Tirol Petersschlüssel. Weitere Namen, je nach Standort sind: Osterblume, Aufwärtsblümchen, Mutengelein, Frauenschlüssel oder Bartengele. So hat jede Gegend ihren eigenen Namen für diese kleine, unter Naturschutz stehende Heilpflanze.

Schon Anfang April, wenn es noch Nachtfröste gibt, fliegen tagsüber die Himmelsköniginnen auf der Suche nach einem Nistplatz durchs Tal. Gibt es ausreichend Nahrung, kann man an sonnigen Frühlingstagen auch Erd-, Woll- und Goldbiene beobachten. Viele dieser Wildbienen haben eine pelzartige Behaarung, die es Ihnen ermöglicht, auch bei kühleren Temperaturen Blütenpflanzen anzufliegen.
Ein plötzliches Wasserplätschern verrät uns die Anwesenheit von Gras- und Wasserfröschen, die aus ihrem langen Winterschlaf erwacht sind. Ende April/Anfang Mai ist die Paarungszeit der Grasfrösche, während die Wasserfrösche erst später laichen. Das Quaken der Frösche vermischt sich oft mit dem Ruf des Schwarzspechtes und dem Lied der Amsel. Ein untrüglicher Beweis, dass nun das Frühjahr eingekehrt ist!

Es ist immer wieder faszinierend die vielen unterschiedlichen Grüntöne der zu dieser Jahreszeit austreibenden Bäume, Sträucher und Wildpflanzen zu sehen. Die einheimische Vegetation präsentiert sich in malerischen Frühlingsimpressionen.
Wenn die Natur erwacht, erscheint das Karlstal wie das wiedergefundene Paradies!

Artikel©Hans Wagner

Donnerstag, 7. März 2019

Geführte Wanderung März 2019


Geführte Wanderungen Pfälzerwald-Verein
Ortsgruppe Trippstadt
März 2019

Mittwoch,    Mittwochswanderung – Wandern im Wildpark
06. März       Treffpunkt: 14.00 Uhr Parkplatz Wildpark KL
                        Einkehr: Licht-Luft, Entersweilerstraße KL

Sonntag,       Zu den Felsen in der Schwarzbacherhalde
10. März       Treffpunkt: 9.30 Uhr Parkplatz Johanniskreuz
                        Johanniskreuz-Weisser Stein-Hahnenkopf-Johanniskreuz
                        Länge: ca. 14 km, Wanderführer: Hans Peter Rauch
                        Info: 0 63 06 – 99 32 10

Mittwoch,    Mittwochswanderung – Wandern um die Waschmühle
13. März       Treffpunkt: 14.00 Uhr Parkplatz Waschmühle
                        Einkehr: Sportheim Morlautern

Mittwoch,    Mittwochswanderung – Wandern um Krickenbach
20. März       Treffpunkt: 14.00 Uhr Dorfplatz Krickenbach
                        Einkehr: Dorfplatz Krickenbach - Kegelbahn

Mittwoch,    Mittwochswanderung – Wandern am Vogelwoog
27. März       Treffpunkt: 14.00 Uhr Parkplatz Vogelwoogstraße KL
                        Einkehr: Kunst -Café Vogelwoog KL


Infos zu Mittwochswanderungen :  0631 – 29 44 8
Gäste sind bei allen Wanderungen herzlich willkommen!
Wandern auf eigenes Risiko!




Stelzenberger Mittwochswandertreff
März 2019


Mittwoch, Wanderung  in Schopp um das Weihereck
06. März    14.00 Uhr Treffpunkt: Eichwaldstuben Schopp
                   Wanderführung: Gabriele Nebgen,
                   Einkehr: Eichwaldstuben

Mittwoch, Wanderung in und um Krickenbach
13. März    14.00 Uhr Treffpunkt Mehrzweckhalle Krickenbach
                   Wanderführung: Beate Lutz
                   Einkehr: Gasthaus Werlein

Mittwoch, Wanderung  im Neuhöfertal
20. März    14.00 Uhr Treffpunkt Parkplatz Sägmühle, links von der Straße

Mittwoch, Wanderung im Bereich Bremerwald
27. März    14.00 Uhr Treffpunkt Tennisclub Rot-Weiss in KL
                   Einkehr: Tennisclub Rot-Weiss


Infos zu den Terminen unter: 0 63 06 – 99 36 73
Gastwanderer sind herzlich willkommen!
Jeder wandert auf eigenes Risiko.
Änderungen bei den Wanderungen sind vorbehalten.