Donnerstag, 16. Februar 2017

Warten auf den Frühling



Die Karlstalschlucht ist um diese Jahreszeit wie verzaubert. Das Wasser rauscht anders als im Sommer oder Herbst, es kündet verheißungsvoll vom nahenden Frühling!
 
Karlstalschlucht - Foto © Ute Knieriemen-Wagner

Bevor die Bäume ausschlagen, hat sich der Boden leicht begrünt und unter dem Altlaub strecken sich die ersten Frühjahrsblüher dem Lichte entgegen. Vereinzelt finden sich Winterling, Buschwindröschen und Lungenkraut.


Schneeglöckchen im Schlosspark - Foto © Ute Knieriemen-Wagner



Bald schon bilden sie einen bunten Frühlingsblumenteppich. Im dichten Unterholz entfaltet nun auch der giftige Seidelbast seine duftenden, rosafarbenen Blüten.
Im Uferbereich der Moosalb, kann man mit etwas Glück einen braunvioletten Kolben entdecken. Es ist der mystisch aussehende Aronstab. Seinen Namen hat er von der biblischen Figur des „Aaron“, dessen Stab als Zeichen seiner Auserwählung zum Hohepriester ergrünte.
Im weiteren Verlauf des Tales stehen vereinzelt Erlen und Haselbüsche, die den Blick auf sumpfige Wiesen freigeben. Gelbe Wasserschwertlilien wachsen in Gruppen in den nassen Wiesen an der Moosalb. Auch unsere heimischen Schlüsselblumenarten gedeihen, wenn auch nur spärlich, im Tal.
Die Schlüsselblumen, auch Himmelsschlüssel genannt, sind Frühblüher. Ihr botanischer Name „Primula“ kommt von „Primus“, der Erste.
In der gesamten Pflanzenwelt kann man jetzt deutlich die ersten Frühlingsboten erkennen. Schneeglöckchen und Märzenbecher zeigen ihre weißen Blüten oft in Begleitung von Krokus und Leberblümchen, Bingelkraut und Buschwindröschen. 


Foto © Ute Knieriemen-Wagner

Die wilde Schlehe grüßt schon von weitem mit ihren weißen Blüten die nach Mandeln duften.
Es ist in jedem Jahr etwas ganz besonderes, wenn das zarte, junge Grün des Frühlings die Wälder färbt. Langsam entfalten die Bäume und Sträucher ihre Knospen, der Sonne entgegen. Lassen Sie sich verzaubern und machen Sie sich auf zu einer Wanderung hinein in das erste zarte Grün!


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