Donnerstag, 26. Januar 2017

Infoabend am 27.01.und Biotoppflegeeinsatz am 28.01.2017



Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) lädt am
Freitag, dem 27.1.2017 um 19:30 Uhr
im Gemeinschaftszentrum Trippstadt, Friedhofstr. 1
zu einem Infoabend über
Natürliche Quellen im Pfälzerwald
ein. Der Quellenexperte Dr. Holger Schindler wird auch auf ökologische Besonderheiten von
Quellen bei Trippstadt eingehen.
Die Veranstaltung ist dank der Förderung kostenlos. Interessierte sind herzlich willkommen.
Das landesweite BUND-Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln
des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und durch das
Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz gefördert. Es befasst
sich mit Quellbiotopen und ihrer ökologischen Verbesserung.



Biotoppflegeeinsatz im Quellgebiet des Kottelbachs: Wer macht mit?
Samstag, dem 28.1.2017 ab 9:00 Uhr
Treffpunkt: Trippstadt, Neuhöfer Tal (ganz am Ende des Tals?)
Das landesweite BUND-Projekt "Wasserläufer" befasst sich mit dem Schutz und der
ökologischen Verbesserung von Quellbiotopen. Das Projekt wendet sich an Interessierte, die
konkret etwas für den Schutz von Quellen tun möchten.
Auf Initiative von Bürgern aus Trippstadt wurden Quellen an den Zuflüssen zum Kottelbach in
Augenschein genommen. An einem Quellbach haben sich junge Fichten ausgesät, die zur
Versauerung und Austrocknung des Bereichs beitragen und diesen ausdunkeln. Fichten sind hier
nicht standortheimisch. Mit Hilfe von Freiwilligen sollen nun die Fichten entfernt werden, eine
Arbeit die man am besten im Winterhalbjahr vornimmt.
Für diesen Biotoppflegeeinsatz können sich noch Freiwillige melden. Die Helferinnen und Helfer
sollten über normale körperliche Fitness und Sicherheit im Gelände verfügen. Mitzubringen:
Robuste Kleidung, feste, robuste Schuhe (evtl. auch Gummistiefel zum Wechseln),
Arbeitshandschuhe, Getränk. Für einen warmen Mittagsimbiss wird gesorgt. Eine Anmeldung
ist erforderlich: siglinde.gramoll@bund-rlp.de, Tel. 0631 310 5863, hier bekommen Sie auch
nähere Informationen.
Das Projekt Wasserläufer wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und durch das
Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz gefördert.

Freitag, 20. Januar 2017

Aktuelle Ausstellung „Wer kennt den Schwarzstorch?“ noch bis 28.02. im Haus der Nachhaltigkeit Johanniskreuz!

Denkt man an einen Storch, so erscheint das Bild eines überwiegend weißen, langbeinigen Vogels, der einzeln oder in Gruppen auf einer Wiese staksend nach Nahrung sucht. Nur selten kommt der Gedanke an seinen waldbewohnenden, schwarzgefiederten Verwandten auf, den Schwarzstorch (Ciconia nigra). Das Haus der Nachhaltigkeit ermöglicht in seiner aktuellen Ausstellung eine Annäherung an den seltenen Bewohner unserer Wälder. 
Die Präsentation informiert noch bis zum 28. Februar über den Lebensraum, die Lebensweise sowie die Gefährdungsfaktoren und mögliche Schutzmaßnahmen für diesen Vogel.
Mit dem Exponat eines lebensgroßen Schwarzstorchs ist es möglich, aus nächster Nähe einen Blick auf das sonst so scheue Tier zu werfen. Außerdem kann in einem Computerspiel sein optimaler Lebensraum gestaltet werden. Gegenwärtig überwintert der Vogel in wärmeren Gefilden, in Westafrika. Der Eintritt während der Winteröffnungszeiten des Johanniskreuzer Infozentrums ist frei.

Wissenswert: Aktuell nisten zwischen 35 und 45 Brutpaare des Schwarzstorchs jährlich in rheinland-pfälzischen Wäldern - Tendenz steigend. Doch dies war nicht immer so, denn um die Jahrhundertwende (19./20. Jhd.)  galt der Schwarzstorch in den meisten Brutgebieten Westdeutschlands als ausgerottet. Seit den 1970er Jahren kam es jedoch durch umfangreiche Artenschutzmaßnahmen zur Wiederansiedlung zunächst in Hessen, dann in Rheinland-Pfalz. Das nun schon seit mehreren Jahrzehnten praktizierte Konzept der Naturnahen Waldwirtschaft scheint hierbei ein begünstigender Faktor zu sein und Wirkung zu zeigen. In erster Linie benötigen die Vögel ausreichend geschützte Nistplätze zur Aufzucht ihrer Jungen. Dafür eigenen sich knorrige, stabile Astgabeln alter Bäume in einem ruhigen Laubmischwald.

Foto © Landesforsten Rheinland Pfalz

Montag, 9. Januar 2017

Der Weg ist das Ziel!

Von Hans Wagner



Der Weg ist das Ziel, sagte der weise Konfuzius und meinte damit was uns von einer Wanderung in der Erinnerung haften bleibt, ist nicht unbedingt das angestrebte Wanderziel, sondern sind jene kleinen Offenbarungen, die uns am Wegrand begegnen.
Ambulator nascitur, non fitWanderer kann man nicht werden, man ist es durch Geburt, schrieb Henry David Thoreau. 
Er musste es wissen, war doch seine größte Leidenschaft das Wandern. Wer in den Pfälzerwald zum Wandern kommt, wird bald das Geheimnis dieser Leidenschaft in sich spüren.

„Was ich nicht erlernt habe, das habe ich erwandert", schrieb Johann Wolfgang von Goethe. 

„Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele", meinte einmal Josef Hofmiller und sprach damit etwas aus, was wohl viele von uns schon einmal in sich verspürt haben. 


Laufen ist Meditation, was die alten griechischen Philosophen schon sehr früh erkannten und jene wie die Epikureer, die nun nicht gerade die leidenschaftlichsten Läufer waren, pflanzten sich Bäume in ihre Gärten und unternahmen darin subdiales ambulationes wie Plinius diese beschrieb: Spaziergänge unter freiem Himmel. 
 
Wenn wir im Freien unterwegs sind, werden auch unsere Gedanken freier und philosophischer und viele Kleinigkeiten fallen von uns ab. Wenn wir wandern, sind unsere Gedanken intensiver bei der uns umgebenden Natur. Felsen, Pflanzen und Bäume nehmen wir dann besonders bewusst wahr.
Wandern ist etwas ganzheitliches. Es ist Natursport, sollte aber nicht in Hochleistungssport ausarten. Wer aus Freude am Erleben unterwegs ist, will mehr als sich erschöpfen, er will anderes, er will sich an der ihn umgebenden Natur erfreuen.

Auch im tiefen Winter, bei Eis und Schnee lässt sich die Natur erwandern und gibt uns ganz neue Einblicke in Ihre Schönheit.
Foto - © Ute Knieriemen-Wagner