Dienstag, 18. Juli 2017

21. und 22.07.2017 Sommerfest der Feuerwehr


Geheimnisvoller Wald




Leise betritt der Wanderer das Reich der Bäume, unwillkürlich atmet er auf und sein Auge erfreut sich an den grünen Schatten die die mächtigen Bäume werfen. Aus den Baumkronen dringt das Summen und Schwärmen geflügelter Insekten. Zwischen den Zweigen lassen Vögel ihr Gezwitscher ertönen und je tiefer man in den Wald eindringt, desto mehr Wildpfade kreuzen die Wanderwege. 



Fotos © Ute Knieriemen-Wagner Tourist Info Trippstadt



Gefüllt vom ewigen Leben der Natur ist der Wald. Stets keimt es im grünen Reich der Bäume, immer wird geboren, wächst heran, kämpft und stirbt es in der Natur. Manche Tiere legen sich am Abend zur Ruhe und die anderen erwachen nun erst. Der Pulsschlag von Mutter Natur pocht unaufhörlich.
Der Winter lässt ihn für einige Zeit in eine Starre fallen, doch auch während des tiefsten Frostes finden wir noch Lebensspuren in ihm. Der hohe Sommer jedoch, ist die wahre Zeit der Wälder. Der Wald ist wahrlich freigiebig und beschenkt sogar jene, die nicht unbedingt nach seinem Reichtum streben.
Es ist als strahle die Kraft des ewigen Kreislaufes des Lebens aus seinem Dunkel heraus und dringe in die menschliche Seele ein. Die erhabene Schönheit der alten Bäume, ihre majestätische Ruhe, in der sie seit Jahrzehnten und Jahrhunderten in ihrem Boden leben hat seit jeher bei den Menschen Respekt erweckt.
Der französische Philosoph Jean Jaques Rousseau schrieb einst an einen Verwandten:
„Die Natur ist voller Wunder, lieber Cousin; uns wird nur der Einblick in einen sehr kleinen Teil gewährt; es besteht also wenig Hoffnung, dass wir ihre Prinzipien einmal gänzlich verstehen oder all ihre Geheimniss enthüllen können.“

Ähnlich drückte es auch Bernhard von Clairvaux aus:
„Du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Die Bäume und die Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen wird.“ 

Wenn man die Formen von Pflanzen, Bäumen und Felsen betrachtet, wenn wir in den Nächten zu den aufblinkenden Sternen schauen, kommen wir schnell hinter das Geheimnis der Natur das die Philosophen und Dichter so oft beschrieben und besungen haben.
Bei einem meditativen Spaziergang durch den Wald, durch die Feld- und Wiesenflur spürt der Wanderer alsbald die Beziehung die zwischen ihm und Allmutter Natur besteht. Die ganze Natur scheint ihm beseelt. Die Bewegungen der Pflanzen im Wind scheinen ihm vertraut. Der Gang zu den Bäumen ist doch letztendlich wie eine Andacht, ein Gang der Freude, denn dort, wo Bäume wachsen scheint uns die Natur besonders freundlich gesinnt zu sein. 










Es waren nicht nur die Philosophen und Dichter die sich von den Geheimnissen des Waldes inspirieren ließen, auch die Künstler versuchten in das Rätsel der Natur einzudringen und dies in ihren Werken darzustellen. Einer von ihnen war der Maler Karl Wilhelm Kolbe der vor langer Zeit schrieb:
„Was seit jeher in der Natur mich am meisten angezogen hat, sind Bäume und Kräuter... und die Sonne, die ihnen Licht und Wärme mitteilt. Hier rührt und reizt mich alles, die schöne grüne Farbe, die dem Auge so wohl tut, die unendliche Mannigfaltigkeit der Formen und die Verschiedenheit des Ausdrucks, die in jeder derselben liegt; vor allem aber das Leben das sie beseelt, das ihre Welt an die meinige schließt... Dies alles... berührt wie mit einem Zauberstabe meine rege gewordene Phantasie... „
Mit vollem Recht durfte Kolbe von sich sagen: „Bäume sind es, die mich zum Künstler gemacht haben“. Denn die Gestalten die er schuf, sind nichts anderes als die Vermenschlichung des Lebens und Schicksals, das ihm Bäume und Wälder offenbarten. Er gestand offen, das wenn im „Paradies keine Bäume wären, er für seine Seligkeit keinen Pfifferling geben möchte“.  
Auch Goethe empfand so. Sein „Baum – und Waldvermächtnis“ hinterließ er uns in einem wunderschönen Gedicht:

Sag ichs euch geliebte Bäume
Die ich ahndevoll gepflanzt,
als die wunderbarsten Träume 
morgenrötlich mich umtanzt.
Ach, ihr wißt es, wie ich liebe,
Die so schön mich wiederliebt,
Die den reinsten meiner Triebe
Mir noch reiner wiedergibt.

Wachset wie aus meinem Herzen,
Treibet in die luft hinein,
Denn ich grub viel Freud und Schmerzen
unter eure Wurzeln ein.
Bringet Schatten, traget Früchte,
Neue Freude jeden Tag; 
Nur dass ich sie dichte, dichte,
Dicht bei ihr genießen mag. 


Artikel © Hans Wagner

Montag, 10. Juli 2017

Wichtige Information bitte mitmachen und für unseren Spielplatz abstimmen!!!



Wichtige Information:
Aufruf zur Teilnahme an der Online-Abstimmung für unseren Spielplatz                          „Auf der Steig“ (am Warmfreibad Trippstadt)
Teilnahme an der Fanta Spielplatz-Initiative
Die Ortsgemeinde Trippstadt beteiligt sich in diesem Jahr erstmals an der seit 2012 von Fanta und dem Deutschen Kinderhilfswerk ins Leben gerufene Spielplatz-Initiative.
Ziel der Initiative ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen, wie wichtig freies und kreatives Spielen für die kindliche Entwicklung ist. Die Fanta Spielplatz-Initiative setzt sich für ein langfristig kreatives und sicheres Spielen ein und unterstützt deutschlandweit beispielhafte Umbauten von Spielplätzen mit bis zu 10.000.00€.
Die Ortsgemeinde Trippstadt hat sich mit einem Sanierungskonzept für den Spielplatz „Auf der Steig“(am Schwimmbad) bei der Initiative beworben und wurde unter 500 Bewerbern als förderfähig befunden und für die Teilnahme zugelassen. 150 Spielplätze erhalten eine Förderung, wenn sie bei der Online Abstimmung genügend Stimmen erhalten.
Ab heute, dem 10. Juli 2017 bis 11.08.2017 kann pro Person einmal je Kalendertag für unseren Spielplatz „Auf der Steig“ abgestimmt werden. 

Das ist ganz einfach: auf dem Fanta Spielspaß Profil bei Facebook:
oder ohne Facebook-Account unter:

Wenn genügend Stimmen für einen Platz unter den TOP 150 zusammenkommen, erhält die Gemeinde für die Sanierung unseres Spielplatzes „Auf der Steig“ ,je nach Rangliste, eine Förderung von bis zu 10.000€.
Daher meine herzliche Bitte, nehmen Sie an der Abstimmung teil und teilen Sie diese Information mit möglichst vielen Freunden und Bekannten, damit wir durch die Online-Abstimmung einen Platz unter dem TOP 150 erreichen.
Herzliche Dank
Manfred Stahl
Ortsbürgermeister

Dienstag, 4. Juli 2017

Kranz der Wälder Heft Ausgabe JULI 2017




Foto Titel © Dr. Jürgen Ott


Aus dem Inhalt:

Farbenprächtige Sommerboten im Karlstal - reiches Libellenleben an Teichen und der Moosalb – Dr. Jürgen Ott beschreibt in seinem Artikel die verschiedenen Libellenarten, „in Deutschland sind aktuell 81 Arten bekannt, in Rheinland-Pfalz wurden bisher 69 Libellenarten gefunden….“ In Trippstadt kann man ungefähr 20 bis 30 Arten antreffen, so kommen in den ehemaligen Fischteichen im Karlstal rund 20 Arten vor!

Zur Geschichte des einstigen Auerwildes in den Trippstadter Wäldern – Hans Wagner schreibt über diese selten gewordenen Wildhühner. Das Auerhuhn benötigt als Kulturflüchter einen sehr ruhigen Lebensraum. Helle, naturnahe Nadelwälder mit reich entwickelter Krautschicht und vielen Beerenfrüchten sind sein Lieblingsdomizil.

Der Rote Fingerhut – ist eine der stärksten heimischen Giftpflanzen, gleichwohl wird sie in der Heilkunde verwendet. Ihren wissenschaftlichen Namen „Digitalis purpurea“ hat sie schon 1542 von dem bekannten deutschen Arzt und Botaniker, Leonhart Fuchs erhalten.

Blätter zur Heimatgeschichte – neues Heft Nummer 66 ist in der Tourist Info erhältlich!

Trippstadter Kerwe – vom 08. bis 11. Juli mit dem traditionellen Schubkarrenrennen als Abschluss.

Frauen Aktiv Trippstadt – die Damen von Frauen Aktiv laden ein zu einem Vortrag über den Luchs im Pfälzerwald.

Neue Ausstellung am Unterhammer – Eröffnung am 12. Juli 2017

Sommerfest der Feuerwehr – am 21. und 22. Juli 2017

PWV Sommerfest an der Brunnenstollenhütte – am 26. Juli 2017 ab 15.00 Uhr

Vorschau Schlosspark Festival am 04. und 05. August 2017 – Schlager im Park und Lichterfest, kulinarische Köstlichkeiten, Lichtillumination und Höhenfeuerwerk!
Auf den Veranstaltungsseiten finden Sie noch mehr interessante Hinweise!
Wir wünschen eine schöne Sommerzeit!             Redaktion Kranz der Wälder

Erhältlich ist das Heft in der Tourist Info Trippstadt!

Donnerstag, 29. Juni 2017

Auf Schmetterlingsexkursion im Trippstadter Wald

Ein Artikel von Hans Wagner -


Wer in den Monaten Juli und August, entlang der Feucht- und Gewässergebiete um Trippstadt wandert, wird von der atemberaubenden Vielfalt in diesem Teil des Pfälzerwaldes begeistert sein.
Die botanische Auswahl vieler Pflanzenarten lockt wiederum bekannte und auch sehr seltene Arten von Schmetterlingen an. Unter den Insekten ist der Falter ein wahres Kleinod. Auch die kleinen und unscheinbaren Arten erscheinen uns bei genauem Hinsehen als wahre Wunderwerke der Natur, sind sie doch ein ausgewogenes Spiel von Farben, Mustern und Zeichnungen.
Die Welt der Blüten und die Welt der Falter gehören der gleichen Sphäre an. Vor allem an heißen, sonnigen Tagen, fliegen diese unruhigen "Blumen der Luft", wie sie der Dichter Friedrich Schnack nannte. 

Foto © Ute Knieriemen-Wagner
  
Auf den weinroten Blütenköpfen der Disteln, lässt sich oft der nach ihnen benannte Distelfalter (Vanessa cardui) nieder. Dieser unstete Flieger wandert in manchen Jahren bis nach Island. Manche Schmetterlinge sind "Wanderer", andere örtlich gebunden, einige leben in Symbiose wie der Gemeine Heidewiesenbläuling (Lyycaeides idas), dann gibt es wieder welche die streng an ihre Futterpflanze gebunden sind, so der seltene aber auch bei uns anzutreffende Fetthennenbläuling (Scolitantides orion). Dieser Falter ist ganz an verschiedene Fetthennen (Sedum) Arten gebunden. Ein weiterer von seiner Futterpflanze abhängiger Tagfalter ist der Kleine Fuchs (Aglais urticae). Sein lateinischer Name zeigt die Verbindung zur Brennnessel (Urtica dioicu) an.


Foto © Ute Knieriemen-Wagner
Mit dem kleinen Fuchs nicht zu verwechseln, ist der Große Fuchs (Nymphalis polychloros), eine streng geschützte Art, die nur noch ganz selten anzutreffen ist. Seine Vorliebe für Obstbäume wurde ihm zum Verhängnis, da die Obstbauern meist zu oft und unnötig früh zur Giftspritze greifen. Schmetterlinge und Pflanzen lehren uns das ökologische Zusammenspiel von Mutter Natur, verschwindet die Art einer Pflanze so gehen mit ihr oft zahlreiche Tierarten mit zugrunde.

Der Hornissenschwärmer (Aegeria apiformis) auch Bienenschwärmer genannt, gehört zur Familie der Glasflügler und bevorzugt Pappeln, vor allem Schwarzpappeln (Populus nigra) als Futterpflanzen. Diese Baumart verschwindet langsam aus unseren Feuchtgebieten und mit ihr dann auch der Hornissenschwärmer. Diese Art die zunächst überhaupt nicht wie ein Schmetterling aussieht, sondern eher einer Bienen oder Hornissenart gleicht, ahmt diese nach. Dies ist seine "Waffe", sein Überlebensschutz. Man bezeichnet diese Vortäuschung falscher Tatsachen als Mimikry, die wir in der Tier- und Pflanzenwelt oft vorfinden.
Ein weiterer Bewohner von Schwarzpappeln ist der Pappelschwärmer (Laothoe populi), in Gestalt und Verhalten ähnlich dem Abendpfauenauge (Smerinthus ocellata).
Sein Flügel aber ist noch bizarrer und täuscht in Ruhestellung einige übereinander liegende, dürre Pappelblätter vor. Doch bei näherer Betrachtung fällt die Unterscheidung von Pappelschwärmer und Abendpfauenauge nicht schwer. Der Pappelschwärmer ist blasser gezeichnet und trägt auf der Oberseite der Vorderflügel je einen deutlichen weißen Punkt.
Die Oberseite der Hinterflügel schmückt ein großer, orangeroter bis rotbrauner Fleck, der bei Gefahr nach außen vorgewiesen wird.
Pappelschwärmer und Hornissenschwärmer kann der naturkundlich geübte Beobachter an den Schwarzpappeln, die im Karlstal stehen, beobachten.

Bereits 1983 verzeichnete die Rote Liste von Rheinland – Pfalz, das Verschwinden von 66 von insgesamt 300 Groß – und Kleinschmetterlingsarten im Pfälzerwald.
Der Kleine Eisvogel (Limenitis camilla) und beide Schillerfalterarten (Apatura) sind auch um Trippstadt noch vorhanden. Die Raupe des Kleinen Schillerfalters benötigt zur Überwinterung Pappelbäume. Beide gehören zur Familie der Edelfalter.

Foto © Ute Knieriemen-Wagner


Wer sich tiefer in den Wald von Trippstadt begibt hat sogar die Möglichkeit die schöne Adlerfarneule (Callopistria juventina), eine Schmetterlingsart die sehr stark vom Adlerfarn (Pteridium aquilinum) abhängig ist, zu bewundern.
Nicht nur für Pflanzenliebhaber, auch für Schmetterlingsliebhaber ist der Trippstadter Wald eine wahre Fundgrube. Die Vielfalt der Arten kann man am besten in den Monaten Juli und August beobachten.
Foto © Ute Knieriemen-Wagner