Freitag, 1. April 2016

Ein geschichtlicher Rundgang durch Trippstadt


Von Hans Wagner

Wir beginnen diesen Rundgang beim ältesten Gasthof im Pfälzerwald, dem Historischen Landgasthof und Hotel „Zum Schwan“, in der Kaiserslauterer Straße. Das Haus zählt zu den schönsten Fachwerkhäusern im Landkreis Kaiserslautern.




Von hier aus sind es nur wenige Meter bis zur Hauptstrasse in die wir rechts einbiegen und Richtung Dorfmitte laufen. Nach wenigen Minuten fällt uns bereits ein älteres Haus auf, das man von seiner Rückseite betrachten sollte. Hier finden wir die älteste Hausverschindelung im Pfälzerwald. Eichenschindeln die über 200 Jahre alt sind. Bis ungefähr 1850 war fast jedes Haus in Trippstadt verschindelt, worüber auch August Becker in seinem bekannten Buch „die Pfalz und die Pfälzer“ berichtet. 

 
Fotos © Tourist Info Trippstadt

Fotos © Tourist Info Trippstadt

Wir laufen weiter, vorbei am alten Dorfbrunnen bis zur evangelischen Kirche die 1895 ihre heutige Form erhielt. Schon 1337 wurde erstmals eine größere Kapelle an der Stelle der heutigen Kirche erwähnt. Im Innern steht die Steinskulptur des Moses am brennenden Dornbusch, eine Arbeit des Trippstadter Bildhauers Prof. Otto Kallenbach der am 03. Dezember 1911 in Trippstadt geboren wurde.
Was hier aber besonders auffällt, ist der Taufstein aus dem Jahre 1609. Dr. G. Vogel hat diesen Taufstein in den „Blättern zur Heimatgeschichte von Trippstadt“ sehr detailliert beschrieben. Wenn wir aus der Kirche heraustreten biegen wir wieder rechts ab, nach wenigen Metern erreichen wir das Trippstadter Eisenhüttenmuseum, in dem auch die Schmiede Huber untergebracht ist. 
Diese alte Schmiede, sollte man unbedingt besuchen. Über der Schmiede befindet sich das Eisenhüttenmuseum. Hier erfährt man das wichtigste über die einstige Eisenverhüttung und Köhlerei in Trippstadt. Derzeit zeigt das Museum eine kleine Sonderausstellung über den Trippstadter Maler Phillip Helmer (geb. 24.05.1846 in Trippstadt und gest. am 18.05.1912 in Olching).


Fotos © Tourist Info Trippstadt

Vom Museum aus sind es noch einige Minuten bis zur Kath. Kirche St. Joseph. Gleich im Eingangsbereich der Kirche fällt der dortige Taufstein auf, der noch älter ist als der in der Evangelischen Kirche. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert und stand einst in dem kleinen Kirchlein beim Aschbacherhof. Vor allem aber ist es die Gruft der Freiherrn von Hacke, die hier auffällt. Freiherren Ludwig Anton und Franz Carl Josef sind in dieser beigesetzt.


Fotos © Tourist Info Trippstadt

Bereits auf dem Kirchplatz haben wir einen Blick auf das Trippstadter Barockschloss das 1764 – 67 durch Franz Karl Josef Freiherr von Hacke erbaut wurde. Sehenswert ist auch der sich anschließende Schlosspark mit seinem alten Baumbestand. Wir treten vor das Schloss, überqueren die Hauptstraße und biegen gleich in die nächste Straße gegenüber dem Schloss ein, die „Stockäcker“. Nach wenigen Metern biegen wir links in den Köhlerweg ein, den wir bis zu seinem Ende durchlaufen. Jetzt befinden wir uns auf einem Feldweg, wir laufen links weiter, bis zum Trippstadter Köhlerplatz wo wir einen Schaumeiler, eine Köhlerhütte und einige Info – Tafeln über die Köhlerei in Trippstadt und im Pfälzerwald vorfinden. Von hier aus sind es nur noch wenige Minuten bis zum Dorfplatz von Trippstadt. 



Natürlich gäbe es weitaus mehr über die Geschichte von Trippstadt zu berichten so über die Burg Wilenstein, die Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut wurde, oder die historische Amseldelle, den alten Wilensteinerhof und viel andere Plätze. Neben seinen wunderschönen Wäldern sind es die geschichtlichen „Kleinodien“ die Trippstadt für Besucher interessant macht, man muss sich nur aufmachen und sie aufsuchen.

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