Montag, 25. April 2016

Ein Gang über die Frühlingswiese



 Von Hans Wagner

Haselnuss und Weidenkätzchen künden den Frühling an. Wenn Kirsch- und Apfelbäume blühen ist er endlich eingezogen. Nun begrünen sich auch die schlanken Birkenzweige, Eiche und Buche schlagen aus. Im lichten Laubwald folgen den Schneeglöckchen und Leberblümchen die duftenden Schlüssel-blumen.
 
Foto© Ute Knieriemen-Wagner
Diese Pflanze ist tatsächlich ein Schlüssel, dann sie eröffnet den Blumenhimmel. Primel vom lateinischen „prima“ – die erste, wird sie genannt, weil sie ein Erstling unter den Wiesenblumen ist.
Jetzt ist die Zeit, da es uns mit Macht hinauszieht ins Freie. Und wenn wir nun bewusst auf der Wiese Ausschau nach Pflanzen und Kräutern halten, werden wir eine Vielzahl solcher entdecken. Das Gelb des Löwenzahns der überall erblüht ist, bestimmt zu dieser Zeit den Farbton der Wiese. Nur an feuchten Stellen schimmert es lilafarben vom Wiesenschaumkraut. Überall sind die Dolden des Wiesenkerbels hochgeschossen.
Eine kleine Bodenwelle, die recht trocken liegt, ist der Standort des Körnersteinbrechs. Am Wege teilt er sich mit Ehrenpreis und Hornkraut die Vorherrschaft.
Die kleinen Sterne des Gänseblümchens verschwinden ganz unter dem Gelb des Löwenzahns. Der Kuckuck lässt sich nun des Öfteren hören. Amsel und Rötkehlchen singen mit lieblicher Stimme. 

Foto © Ute Knieriemen-Wagner


Überall spürt man nun das Vorhandensein der Frühlingsgöttin. Der Lenz ist ein Schmeichler, er verwöhnt den naturbewussten Menschen in dieser Zeit! Jetzt ist auch die Blütezeit des Ruchgrases, das ringsum verbreitet ist. Am Rande der Wiese steht ein Kirschbaum. Durch den Riesenstrauß, den jeder blühende Kirschbaum darstellt, geht an sonnigen Tagen ein lebhaftes Summen und Brummen. Bienen und Hummeln eilen von Blüte zu Blüte und tauchen ihre Rüssel in die zierlichen Hönigschälchen der Kelche.

Auch die Ameisen sind schon am Kirschbaum unterwegs und wehe dem Käfer, der es wagt an seinem Stamm oder Geäst zu krabbeln, unbarmherzig beißen die Ameisen zu.
Die ersten Stare sind eingetroffen und versammeln sich im Kirschbaum, daneben tummeln sich eine Vielzahl heimischer Sänger.

Neben dem Kirschbaum duften die Salweiden. Aus dem nahen Wald tönen die Rufe des Baumfalken herüber und das „Tock, Tock“ verkündet das Vorhandensein eines Spechtes. In einer dichten Hecke des gemeinen Schneeballs lärmen eine Schar Feldsperlinge.
In der Frühe des Morgens äsen Rehe auf der Wiese und in den Nächten geht der Fuchs hier auf Mäusejagd. Der Orion ist auf die andere Seite des Himmelsgewölbes geflohen, in den hellen Mond- und Sternennächten kann man nun den Flug der Fledermaus beobachten. In mondklaren Nächten geht der Waldkauz hier auf Mäusejagd und einsam überfliegt ein Hirschkäfer die nächtliche Stille.

Überall spürt man die Farben, den Duft und die Stimmen des Lenzes!

Fotos © Ute Knieriemen-Wagner



Mittwoch, 20. April 2016

Eintauchen ins Grün – 8. Natursport Opening am 24. April 2016 in Johanniskreuz








Das Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald-Nordvogesen hat viele Funktionen: Wertvoller Wasserspeicher, Frischluftspender und wichtiger Rückzugsraum für bedrohte Pflanzen und Tiere. Er ist auch bevorzugter Naherholungsraum für die Pfalz und die umliegenden Ballungsräume. Viele Menschen verbringen hier erholsame Urlaubstage in einer beeindruckenden Waldlandschaft, die vielfältige Sport- und Freizeitmöglichkeiten bietet.

Auftakt in die Freiluftsaison ist nun schon zum achten Mal das Natursport Opening in Johanniskreuz. Hier im Zentrum des Pfälzerwaldes können die Besucher „Eintauchen ins Grün“. Die beiden Veranstalter, Landesforsten Rheinland-Pfalz / Haus der Nachhaltigkeit und die Zentrum Pfälzerwald Touristik rücken die vielfältigen Sport- und Freizeitaktivitäten in den Fokus.

Vier große Bereiche laden die Besucher ein: Die Natursportspiele, eine Expo, das Aktivprogramm und ein Bühnenprogramm mit RPR 1. Bei den Natursportspielen sollen die Gäste spielerisch das Konzept der Veranstaltung kennen lernen und mit viel Spaß die verschiedensten Natursportarten testen können. Dabei ist oft auch Grips gefragt! Die besten Teams nehmen an je einer Verlosung teil, bei der es wunderbare Preise, gestiftet von den Partnern und Ausstellern des Natursport Openings, zu gewinnen gibt.

Im Gelände rund um das Haus der Nachhaltigkeit präsentieren sich wieder zahlreiche Institutionen, Einzelhändler und Vereine aus dem Bereich Natursport und Naturtourismus.
Besonderes Highlight ist die Ankunft des Lions Clubs Karlsruhe mit 99 Oldtimern, die nachmittags in Johanniskreuz bewundert werden können.
Nordic Walking Touren, Wanderungen, Geocaching und vieles mehr werden im Aktivprogramm angeboten. Für die Musik sorgt RPR1, gute Unterhaltung bieten zahlreiche Talkgäste, die während des Tages auf der RPR1-Bühne Interessantes und Wissenswertes berichten.



Sonntag, 24. April 2016 von 10.00 bis 18.00 Uhr
Weiter Infos:
Zentrum Pfälzerwald Touristik
Telefon: 0 631 – 201 61 38

Montag, 18. April 2016

Trippstadter „Pädschebutzdach“ 07. Mai 2016 - Helfer gesucht!



Der Fremdenverkehrsverein Trippstadt organisiert am Samstag, 07. Mai 2016 ab 8.00 Uhr den „Trippstadter Pädschebutzdach“. Treffpunkt ist die Tourist Info Trippstadt, Hauptstraße 26.
Sie können gerne Ihre Gartenwerkzeuge wie z.B. Rechen, Astschere, Besen, Hacken, usw., mitbringen!

 Die Schirmherrschaft übernimmt Ortsbürgermeister Manfred Stahl.
Unser Ziel ist es, ortsnahe markierte Wanderwege frei zu schneiden und somit wieder gut begehbar zu machen. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe!
Zum einen rufen wir dazu auf, uns markierte Wanderwege rund um Trippstadt zu nennen, um die wir uns kümmern sollten. Die Tourist Information wird die Meldungen sammeln und daraus eine Prioritätenliste erstellen, die dann von den hoffentlich zahlreichen freiwilligen Helfern abgearbeitet werden wird.
Das ist auch schon unsere zweite Bitte: Helfen Sie mit. Melden Sie sich in der Tourist Information. Je mehr Hilfe wir haben, desto mehr Wanderwege können wir auf Vordermann bringen.

Weitere Informationen und Anmeldungen:
Tourist-Information Trippstadt
Hauptstraße 26, 67705 Trippstadt
Tel. 06306 341
E-Mail: info@trippstadt.de

Helferteam Pädscheputzdaach 2015

Donnerstag, 14. April 2016

Hustensaft aus dem eigenen Garten?

Haus der Nachhaltigkeit gibt Holundersetzlinge gegen eine Spende ab. Auf dem Spielplatz der Generationen sollen damit neue Winterlinden finanziert werden.
Bei der Johanniskreuzer Pflanzentauschbörse am 17. April können interessierte Bürgerinnen und Bürger gegen eine kleine Spende 50 getopfte Setzlinge des Schwarzen Holunders abholen. Mit den Einnahmen finanziert das Haus der Nachhaltigkeit den Ankauf von Winterlinden. Dieser Baum des Jahres soll auf dem Spielplatz der Generationen am Haus der Nachhaltigkeit gepflanzt werden. Dort sind im Hitzesommer 2015 mehrere Bäume vertrocknet..
Die Aktion „Holunder für Winterlinden“ wird von der Apothekerin Annette Klinck unterstützt, die die Beschaffung der Holunder finanziert hat. Sie hat bei der Pflanzentauschbörse einen Stand mit Informationen. Bei ihr können die bereits eingetopften Pflanzen abgeholt werden.
Der Holunder war früher in unseren Hausgärten weit verbreitet. Seine Blüten und der aufgekochte Saft der schwarzen Beeren können auf vielfache Weise zu schmackhaften Lebensmitteln verarbeitet werden. Gegen Erkältungskrankheiten waren diese Produkte als Hausmittel hoch geschätzt. 


Foto © Landesforsten Haus der Nachhaltigkeit Johanniskreuz

Pflanzentauschbörse, Gartenflohmarkt und Fachvorträge Am Sonntag, 17. April 2016 von 10.00 bis 17.00 Uhr



Dienstag, 5. April 2016

Blätter zur Heimatgeschichte Heft 64 erschienen






Das aktuelle Heft Nr. 64 ist für 5,00 € in der Tourist Information Trippstadt erhältlich. Die Ausgaben 1-63 sowie die Sonderausgaben sind ebenfalls in der Tourist Info Trippstadt erhältlich!
Vorrätige Hefte 1-60: 3,00 € - ab Heft 61: 5,00 €
Nachdruck vergriffene Hefte: 5,00 €

Sonderausgaben „Blätter zur Heimatgeschichte“
100 Jahre Raiffeisenbank: 3,00 €
150. Geburtstag des Malers Philipp Helmer: 5,00 €
Flurnamen in Trippstadt: 4,00 €
Nachdruck vergriffene Sonderausgaben
Wilensteinerhof: 10,00 €; Köhlerei: 10,00 €; die Außengrenze des Amtes Wilenstein: 20,00 €; Jubiläumsheft „Die Freiherren von Hacke“: 10,00 €

Alle Hefte sind auch digital auf CD erhältlich!

Freitag, 1. April 2016

Ein geschichtlicher Rundgang durch Trippstadt


Von Hans Wagner

Wir beginnen diesen Rundgang beim ältesten Gasthof im Pfälzerwald, dem Historischen Landgasthof und Hotel „Zum Schwan“, in der Kaiserslauterer Straße. Das Haus zählt zu den schönsten Fachwerkhäusern im Landkreis Kaiserslautern.




Von hier aus sind es nur wenige Meter bis zur Hauptstrasse in die wir rechts einbiegen und Richtung Dorfmitte laufen. Nach wenigen Minuten fällt uns bereits ein älteres Haus auf, das man von seiner Rückseite betrachten sollte. Hier finden wir die älteste Hausverschindelung im Pfälzerwald. Eichenschindeln die über 200 Jahre alt sind. Bis ungefähr 1850 war fast jedes Haus in Trippstadt verschindelt, worüber auch August Becker in seinem bekannten Buch „die Pfalz und die Pfälzer“ berichtet. 

 
Fotos © Tourist Info Trippstadt

Fotos © Tourist Info Trippstadt

Wir laufen weiter, vorbei am alten Dorfbrunnen bis zur evangelischen Kirche die 1895 ihre heutige Form erhielt. Schon 1337 wurde erstmals eine größere Kapelle an der Stelle der heutigen Kirche erwähnt. Im Innern steht die Steinskulptur des Moses am brennenden Dornbusch, eine Arbeit des Trippstadter Bildhauers Prof. Otto Kallenbach der am 03. Dezember 1911 in Trippstadt geboren wurde.
Was hier aber besonders auffällt, ist der Taufstein aus dem Jahre 1609. Dr. G. Vogel hat diesen Taufstein in den „Blättern zur Heimatgeschichte von Trippstadt“ sehr detailliert beschrieben. Wenn wir aus der Kirche heraustreten biegen wir wieder rechts ab, nach wenigen Metern erreichen wir das Trippstadter Eisenhüttenmuseum, in dem auch die Schmiede Huber untergebracht ist. 
Diese alte Schmiede, sollte man unbedingt besuchen. Über der Schmiede befindet sich das Eisenhüttenmuseum. Hier erfährt man das wichtigste über die einstige Eisenverhüttung und Köhlerei in Trippstadt. Derzeit zeigt das Museum eine kleine Sonderausstellung über den Trippstadter Maler Phillip Helmer (geb. 24.05.1846 in Trippstadt und gest. am 18.05.1912 in Olching).


Fotos © Tourist Info Trippstadt

Vom Museum aus sind es noch einige Minuten bis zur Kath. Kirche St. Joseph. Gleich im Eingangsbereich der Kirche fällt der dortige Taufstein auf, der noch älter ist als der in der Evangelischen Kirche. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert und stand einst in dem kleinen Kirchlein beim Aschbacherhof. Vor allem aber ist es die Gruft der Freiherrn von Hacke, die hier auffällt. Freiherren Ludwig Anton und Franz Carl Josef sind in dieser beigesetzt.


Fotos © Tourist Info Trippstadt

Bereits auf dem Kirchplatz haben wir einen Blick auf das Trippstadter Barockschloss das 1764 – 67 durch Franz Karl Josef Freiherr von Hacke erbaut wurde. Sehenswert ist auch der sich anschließende Schlosspark mit seinem alten Baumbestand. Wir treten vor das Schloss, überqueren die Hauptstraße und biegen gleich in die nächste Straße gegenüber dem Schloss ein, die „Stockäcker“. Nach wenigen Metern biegen wir links in den Köhlerweg ein, den wir bis zu seinem Ende durchlaufen. Jetzt befinden wir uns auf einem Feldweg, wir laufen links weiter, bis zum Trippstadter Köhlerplatz wo wir einen Schaumeiler, eine Köhlerhütte und einige Info – Tafeln über die Köhlerei in Trippstadt und im Pfälzerwald vorfinden. Von hier aus sind es nur noch wenige Minuten bis zum Dorfplatz von Trippstadt. 



Natürlich gäbe es weitaus mehr über die Geschichte von Trippstadt zu berichten so über die Burg Wilenstein, die Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut wurde, oder die historische Amseldelle, den alten Wilensteinerhof und viel andere Plätze. Neben seinen wunderschönen Wäldern sind es die geschichtlichen „Kleinodien“ die Trippstadt für Besucher interessant macht, man muss sich nur aufmachen und sie aufsuchen.