Donnerstag, 25. Februar 2016

Die Buche vor der kath. Kirche St. Josef in Trippstadt



Von Hans Wagner
 
Ein alter weiser Baum, in seiner vollendeten natürlichen Schönheit. Zweimal am Tag beschenkt er seine Nachbarn mit ständig wiederkehrenden Naturereignissen. Im Morgengrauen sitzen Krähen in dem hohen Wipfel. In der Abenddämmerung kehren sie wieder, für eine halbe Stunde sammeln sie sich hier um schließlich im nahen Wald ihre Schlafplätze aufzusuchen. 

 Seit vielen Krähengenerationen muss das schon so gehen.


 
Gestern nachmittag, die Buche vor der kath. Kirche - Foto©Ute Knieriemen-Wagner

Foto© Ute Knieriemen-Wagner


Ab Mitte März erklingen hier die ersten Frühlingslieder unserer heimischen Singvögel, die sich bis zum Mai in ein jubilierendes Konzert entwickeln, ein Open Air Festival für Naturliebhaber. 

 
Foto© Ute Knieriemen-Wagner

Foto ©Ute Knieriemen-Wagner


Der mächtige Baum grünt in der Regel ab Mitte April und im Juni beginnt die Rotfärbung der Blätter. Sind seine Blätter ausgeschlagen, hört er nie mit dem Flüstern und Raunen auf und ist die ganzen Sommermonate hindurch bis weit in den Herbst, ein unermüdlicher Erzähler. Wenn dann die Blätter fallen, verwandelt diese den Boden  in einen rötlich-braunen Teppich. Die alte Buche verzaubert ihre Umgebung regelrecht.
Nur ein paar Meter weiter, direkt am Trippstadter Schloss, steht eine kräftige knorrige alte Eiche direkt neben einer großen Kastanie und wenn der Wind über das Dorf jagt scheint es, als würden die drei miteinander erzählen, alte Bäume können eben viel erzählen.
Wo solche Bäume wachsen scheint die Erde besonders gastlich zu sein und Trippstadt hat in seinem Ortskern viele solcher alten Baumgestalten, die dazu einladen unter ihnen Platz zu nehmen.

Es lohnt sich, solch alte Trippstadter Baumriesen aufzusuchen um einige Zeit unter ihnen zu verweilen, um vom Alltag abzuschalten und neue Kraft zu tanken.

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