Freitag, 22. Januar 2016

Vom Zauber des Gehens - Das Lebenstempo entschleunigen!



Von Hans Wagner




Wer mit Autobahngeschwindigkeit durchs Leben rast, muss die Welt um sich herum zwangsläufig anders sehen als jener, der gemütliche Spaziergänge unternimmt.
In seinem Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802 schreibt Johann Gottfried Seume: „ich halte den Gang für das ehrenvollste und selbstständigste im Menschen und bin der Meinung, dass alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge“. 


Alter Birnbaum am Feldweg bei Trippstadt - Foto © Ute Knieriemen-Wagner


Ein Spaziergang sollte immer eine Verschmelzung zwischen Gehen und Meditation sein. Die meisten Menschen rennen, auch wenn sie der Meinung sind, sie würden gehen.
Oft meldet sich beim Gehen eine ganz andere Frage als die, die gerade ansteht. Im Wissen und Vertrauen darauf, dass sich bei einem Spaziergang alles ordnet, gibt man gerne dem Neuen den Vorrang. In der Regel findet sich eine Lösung und das nenne ich Gehen als Meditation.

Wenn ich bewusst gehe, befinde ich mich in Kontemplation. 

Foto - © Ute Knieriemen-Wagner


Am schönsten ist das absichtslose Gehen. „ES geht“ nenne ich solche Spaziergänge.

Wir sind heute alle mehr Autofahrer als Fußgänger. Durch die Schnelligkeit des Lebenstempos bleiben Gefühle und Ganzheitlichkeit auf der Strecke. Das ist der Trend unserer Kultur, eine immer schneller werdende Beschleunigung unseres Lebenstempos.

Lassen wir es doch einfach mal zu, unser Lebenstempo zu entschleunigen, lassen wir die Magie des Gehens auf uns einwirken, bei einem besinnlichen Spaziergang um Trippstadt!

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