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Es werden Posts vom November, 2014 angezeigt.

Mensch und Baum – eine uralte Beziehung

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Von Hans Wagner
Zu jeder Jahreszeit haben Bäume ihre besondere Ausstrahlungskraft. Jetzt im Winter, da sie ohne Blätter sind, wirken sie besonders ausdrucksstark. Ja, es scheint so, als würden sie uns gerade in der kalten Jahreszeit ihr Wesen besonders ausgeprägt mitteilen. Geäder und Struktur ihrer Rinde, ihre knorrigen Äste, ihr Echsenstamm und die mächtigen Kronen können wir jetzt besonders genau studieren.







Von Anfang an scheint das Leben des Menschen mit Bäumen verbunden zu sein! Die Konturen von Bäumen sind nicht nur in der realen Landschaft, sondern auch in der Landschaft unserer Seele so deutlich eingezeichnet, dass wir ein verwandtschaftliches Gefühl für sie bekommen. Die Dichter wissen um dieses Gefühl schon seit Jahrtausenden: um das Gefühl einer Harmonie zwischen Mensch und Baum. Jaques Brosse schrieb in seiner „Mythologie der Bäume“ zu recht: „von Anfang an war das Schicksal der Menschen durch ein so enges und starkes Band mit dem der Bäume verknüpft, dass man sich fragen m…

Die Stille der Wälder

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Eine naturphilosophische Betrachtung von Hans Wagner

Der naturkundige Wanderer kennt die Stimmung, wenn im Herbst am Morgen der Nebel noch Tal und Hügel, Wälder und Fluren wie mit einem feinen Schleier verhüllt, den die heraufsteigende Sonne allmählich durchdringt und auflöst. Millionen von Spinnweben funkeln in Gebüsch und Bäumen und verzaubern die Landschaft. Es ist die Zeit der gedämpften Farben und des mystischen Lichts.
Die letzten Zugvögel werden unruhig, weil es bald auf große Reise geht. Auf den Feldfluren ist nun Ruhe eingekehrt und am Waldrand reifen die schwarzen Schlehen, warten auf den ersten Frost, der etwas Süße in sie senkt. Die letzten Früchte des Holunders funkeln in der Sonne und die überreifen Brombeeren laden zum Verweilen ein. Ein letztes Mal verwöhnt uns die Natur mit ihrer herbstlichen Fülle. Mensch und Tier wissen, dass nun bald die dunkle Jahreszeit Einkehr hält und wollen ein letztes Mal von der Natur verwöhnt werden.
Im Wald erscheint uns nun die Stille noch…

Martinsumzug am Freitag, 14. November 2014

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Wanderung in die Karlstalschlucht - unser Wandervorschlag fürs Wochenende

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In der Karlstalschlucht ist eine Felszone des Mittleren Bundsandsteins charakteristisch ausgebildet. Daher bekam auch dieser Abschnitt des Mittleren Bundsandsteins den Namen „Karlstalschicht“.
Auf Grundlage dieser Felsen hat sich eine seltene Flora und Fauna angesiedelt. „Der besondere botanische Wert liegt im Vorkommen seltener und gefährdeter Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften“, heißt es in der Verordnung über das Naturschutzgebiet Karlstalschlucht aus dem Jahre 1983. Schützenswert sind insbesondere die Farn- und Moosflora. 




Artenreich ist auch der Baumbestand im Schlosspark. Hier lohnt besonders ein Besuch des Baumpfades, der am Beginn unserer Wanderung als Einstimmung dienen kann. Aus der Trippstadter Ortsmitte erreichen Sie den Schlosspark entweder über die Hauptstraße oder mit der Wanderwegmarkierung gelb-grünes Kreuz. Unten in der Parkmauer ist ein kleines Tor, das immer offen steht. Wenn Sie durch dieses Tor den Schlosspark verlassen, stehen Sie auf dem Wanderweg, der Sie a…