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Es werden Posts vom Oktober, 2014 angezeigt.

An der Moosalb

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Von Hans Wagner
Man braucht nicht unbedingt das Meer oder die großen Flüsse und Ströme, auch die kleinen Bäche unserer heimischen Wälder und Gebirge sind wunderschön. Sie sind nie gleich. Jeder von Ihnen hat seine eigene Wesensart, jeder seine sichtbaren und unsichtbaren Bewohner. Jeder Bach hat, wie der Mensch auch, einen Körper und eine Seele, ja die Bäche haben sogar Geist! Es gibt keine unbelebte Natur. 
Ist das Ufer der Körper, so ist das Wasser die Seele und über den Wassern singt der Geist der unruhigen Bäche. Das Wasser ist auch ein grandioser Künstler, es formt die Ufer der Bäche zu lebendigen Kunstwerken. 


Entlang der Wasserläufe gibt es viel zu sehen und zu staunen. Das geschmeidige Gefieder des Eisvogels blitzt im Düster des Waldes kurz auf, bevor er sich ins Wasser stürzt. Die Wasseramsel gleitet geschickt über der Strömung. Moose, Flechten, Farne, manchmal eine Orchidee verzaubern das Ufer. Wie Trolle und Kobolde ragen abgestorbene Äste und Baumstümpfe aus dem eiskalten Wa…

Die alte Blutbuche vor der katholischen Kirche in Trippstadt

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von Hans Wagner
Jeden Morgen wenn ich aus dem Fenster meines Arbeitszimmers sehe, begrüßt mich die wunderschöne Blutbuche (Fagus sylvatica forma purpurea) vor der katholischen Kirche. Im Laufe der Jahre hat sich zwischen uns eine regelrechte Beziehung ergeben. Es ist ein starker mächtiger Baum, der den Kirchturm weit überragt. Er hat Kriege überdauert und Zeitgeschichte erlebt. Vielleicht unterhielten sich unter seiner Krone, die damals wohl bestimmt noch nicht so mächtig wie heute war, die Menschen über das Erdbeben von Lissabon, über die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten, bestimmt aber über die Französische Revolution. 
Ein alter weiser Baum, in seiner vollendeten natürlichen Schönheit. Zweimal am Tag beschenkt er seine Nachbarn mit ständig wiederkehrenden Naturereignissen. Im Morgengrauen sitzen oft bis zu fünfzig Krähen in dem hohen Wipfel. In der Abenddämmerung kehren sie wieder, für eine halbe Stunde sammeln sie sich hier um schließlich im nahen Wald ihre Schlafplä…

Wanderung zur Amseldell und durch den Haderwald

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Von Ute Knieriemen-Wagner



Von der Ortsmitte Trippstadt aus geht es mit der Markierung „gelb-grünes Kreuz“ vorbei am Barockschloss Trippstadt und der Burg Wilenstein, bis hinunter zur Klugschen Mühle. 


Sie bleiben bei der Markierung „gelb-grünes Kreuz“ und wandern auf der anderen Seite des Baches hinauf zur Amseldell. Legen Sie hier ruhig mal eine kleine Rast ein und lassen den Platz auf sich wirken. Danach laufen Sie weiter den Berg hinauf, bis zu dem Punkt, wo die bisherige Markierung „gelb-grünes Kreuz“ auf die Markierung „grüner Balken stößt“. Hier wandern Sie mit der Markierung „grüner Balken“ nach rechts weiter bis zum Unterhammer. Einkehrmöglichkeit Café Unterhammer!
(Öffnungszeiten Mittwoch bis Samstag von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr. Betriebsferien von 27.10.-05.11.2014.)


Rückweg Variante 1: Sie laufen weiter mit dem „grünen Balken“ hinauf nach Langensohl und von dort aus mit dem „gelb-blauen Balken“ zurück nach Trippstadt. Länge ca. 9 km und ca. 2,5 Stun…

Amseldell und Haderwald

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Von Hans Wagner
Wer jetzt, da der Frühherbst sein mystisches Licht über die Trippstadter Wälder wirft, nach einem besonders schönen Fleckchen Erde sucht, solltesich auf eine Wanderung zur Amseldell aufmachen. Eingebettet zwischen Scharderkopf (439 m) und Vogelberg (424 m) lieg diese historische Stätte, in der einst sogar Bayernkönig Ludwig I. lustwandelte.



Romantisch sind auch die benachbarten „Dellen“, so besonders die Nesseldell, Hammerdell und Kaltdell. Die Amseldell hieß einst Rabendell. Erst im Laufe der Jahrhunderte bildete sich der heutige Name.
Bereits im 19. Jahrhundert galt die Amseldell als ein exklusives Ausflugsziel. Eine Anlage mit Kegelbahn, samt Küche und Keller, einem Wirtsgarten mit Schießstand und einem verzauberten Irrgarten befand sich hier. Heute findet man noch Reste des Irrgartens und im Gebüsch lässt sich der Schießstand vermuten. Ein Gedenkstein erinnert an königlichen Besuch.
Die ganze süße Schwermut der Vergänglichkeit umwittert diese einstige abgelegene Garte…

Herbstimpressionen aus dem Trippstadter Wald

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