Dienstag, 29. April 2014

Von Feldbäumen, Feldwegen und Feldzäunen Die Trippstadter Feldmark ein altes Kulturgut mit ökologischer Vielfalt

Von Hans Wagner



Trippstadt verfügt über eine große Anzahl von sehr alten und wunderschönen Flurbäumen. Darunter einige Eichen die weit über 250 Jahre alt sein dürften.
Der Wanderer wird die wenigsten davon zu sehen bekommen, da sie oft mitten im Feld- und Weidegebiet stehen und daher meist von Weidezäunen umgeben sind. Auch führt nicht immer ein Weg zu ihnen. Durch radikale Flurveränderungen in den letzten Jahrzehnten sind vielerorts Feld- und Flurbäume abgeholzt und leider nicht mehr nachgepflanzt worden. Dass wir in Trippstadt noch eine gute Anzahl solch alter Bäume haben, sollte unbedingt hervorgehoben werden.
Flur und Feldbäume prägen ein Landschaftsbild, sie geben der Landschaft eine Struktur und somit ein unverwechselbares Aussehen. Sie haben eine wichtige ökologische Aufgabe sowie eine ästhetische und raumbildende Wirkung für die Erholungslandschaft.
In unserer Kultur sind Bäume von jeher Symbole der Geborgenheit und des Schutzes. Sie erfüllen unser Bedürfnis nach Schönheit im Landschaftsbild und wenn sie irgendwann verschwinden, ist dies ein ästhetischer und kultureller Verlust. Über ihren Zweck als Kulturbaum hinaus ist der Erhalt solcher Bäume auch praxisorientierter Naturschutz.
Im Verbund mit alten Feldgehölzen, Feldwegen, Ackerrainen und Weidezäunen aus Holz, sind Feld- und Flurbäume ein wichtiger Teil ökologischer und tiefen-ökologischer Vernetzung.
Feldgehölze bedeuten für das Wild Deckung und für ungezählte Kleintierarten Lebensraum. Rehe dienen sie als Rückzugsort, Füchse können dort ihren Bau anlegen, für eine große Anzahl von Vögeln sind sie Nist- und Überlebensraum. Sie bilden das ökologische Netzwerk des Artenreichtums der Feldflur.
Zu diesem Netzwerk zählen auch die erwähnten Wege, Ackerraine und Weidezäune, Gräben und Feldgewässer.
Die alten hölzernen Weidepfosten dienen dem Steinkauz in der Abenddämmerung als Ansitz für seine Jagd. Auch der Mäusebussard ist Nutznießer dieser althergebrachten Zaunpfähle. 


 
Zeichnung/Copyrights Ute Knieriemen-Wagner
Daneben dienen sie einer Vielzahl von Insekten als Lebensraum. Vor allem, wenn schon der „Zahn der Zeit“ an den Pfosten genagt hat. So nutzen Wildbienen das alte, noch nicht von giftigen chemischen Schutz-stoffen gebeizte Holz, um ihre Niströhren hineinzugraben. Andere, wie die kleinen Feldwespen und Hornissen, schaben Holzteilchen heraus, um daraus ihre Waben zu bauen. Rotkehlchen, Bach-stelze und Ammern, benutzen die Zäune als Sitzwarten und schmettern im Früh-ling ihre jubilierenden Gesänge durch die Feldmark.

Aber auch die wenigen, bisher noch nicht asphaltierten Feldwege müssen als Biotope erwähnt werden, kommt ihnen doch eine ökologische und kulturelle Bedeutung zu, die der Allgemeinheit oftmals nicht bekannt ist.
Vielen Vogelarten dienen diese Wege als „Staubbad“. Schwalben suchen in den Wegpfützen den Schlamm, den sie zum Nestbau benötigen. An den Wegrändern finden sich immer wieder kleine Ameisenhaufen, die für den Grünspecht, unseren „Erdspecht“ sehr wichtig sind. Auch Sandläufer, Sandbienen und Sandwespen, benötigen die alten Feldwege zum Überleben, daneben auch eine Vielzahl von Eidechsen die diese als Überlebensraum erobert haben.
Eine vom Frühling bis in den Spätherbst hinein blühende Pflanzenvielfalt findet sich bei den alten Flur – und Feldwegen, diese wiederum zieht natürlich seltene Schmetterlings – und Insektenarten an.


Leider wurden landesweit schon viel zu viele dieser alten Wege in geteerte „Fließbänder“ verwandelt ohne zu bedenken, dass sie genau wie die Feldbäume ein altes Stück Kulturgut sind.
Für den Erholungssuchenden bieten die alten Feldwege die Möglichkeit, das Gefühl des Laufens auf Asphalt für einige Zeit zu vergessen, das uns ein natürliches Gehen immer schwieriger macht. So lädt der Feldweg dazu ein, uns in der „Magie des Gehens“ zu üben.
Es gibt viele Gründe die für die Erhaltung unserer alten Flurbäume, Feldraine und romantischen Feldzäune sprechen. Neben den landschaftsästhetischen, den kulturellen und ökologischen Gründen sind es vor allem psychologische und gesundheitliche Gründe, die durch nachhaltigkeitsstrategische Argumente ergänzt werden.
Genießen Sie einen Frühlingsnachmittag mit Sonnenschein, bei einem gemütlichen Spaziergang rings um Trippstadt, entlang der alten Wege und Bäume und lassen Sie sich ein, auf die „Magie des Gehens“!

Donnerstag, 17. April 2014

Ein frohes Osterfest!!

Foto Ute Knieriemen-Wagner
Wünscht Ihnen Ihre Tourist Info Trippstadt!

Ute Knieriemen-Wagner und Stephan Marx

PFÄLZERWALD … bewegt - Natursport Opening am 27. April


Drei Generationen Profi-Radsportler und ein buntes Familienprogramm beim Natursport Opening Pfälzerwald in Johanniskreuz am 27. April von 10.00 - 18.00
Uhr.
Moderator Nick Sawatzki auf der RPR 1 Bühne wird Sie zusammen mit den Veranstaltern - Landesforsten Rheinland-Pfalz / Zentrum Pfälzerwald Touristik - und den vielfältigen Akteuren durch ein unterhaltsames Tagesprogramm führen.
Sie sind eingeladen, an den zahlreichen natursportlichen Angeboten  vor Ort oder auch schon auf dem Weg nach Johanniskreuz teilzunehmen. Geführte Mountainbiketouren - beispielsweise mit Marcel Wüst - oder Rennradtouren - zum Beispiel mit Willi und Rudi Altig - sind sicher Erlebnisse der besonderen Art. Udo Bölts oder auch der neue, junge Stern am Mountainbikehimmel – Lukas Baum, MTB-Juniorenweltmeister – erwarten Sie in Johanniskreuz.
Über 30 Anbieter - von A, wie Abenteuerkiste bis Z, wie Ziegenwandern – warten auf viele natursportinteressierte Gäste von Jung bis Alt, die Lust haben, sich zu bewegen, Neues auszuprobieren, Interessantes kennenzulernen.
Sie möchten beispielsweise etwas über Kräuter in unserer Natur wissen und dabei Yogaelemente üben, Tai Chi oder Nordic Walking mal probieren, Klettern in den verschiedensten Facetten, Heißluftballone und Tiere hautnah erleben, Swin Golfen oder Bogenschießen, ein E-Bike testen,  sich über neue sportliche Outfits informieren?  Dann sind Sie beim Natursport Opening Pfälzerwald genau richtig – Sie werden garantiert viel Spaß und Abwechslung haben.
Nicht zuletzt bieten die NaturSportSpiele für Familien oder Gruppen Gelegenheit, sich in Ge-schicklichkeit und Naturwissen zu messen und am Ende mit einem schönen Preis nach Hause zu gehen.
Touristische Informationen bieten neben den regionalen Akteuren auch die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH.
Hunger und Durst stillen Sie genüsslich mit nachhaltigen Produkten aus der Pfalz.
Ausführliche Informationen erhalten Sie unter: www.natursport-pfalz.de

Freitag, 4. April 2014

Gefunden! Buschwindröschen im Trippstadter Wald - wie im Märchen!

Wer Jetzt durch den Trippstadter Wald wandert findet überall die ersten Zeichen des Frühlings! Bei diesem wunderbaren Wetter ist ein Spaziergang rund um Trippstadt besonders schön!
Mein Tipp: einfach mal Ausschau halten nach den Buschwindröschen am Wegesrand und die märchenhafte Ausstrahlung dieser kleinen Sterne auf sich einwirken lassen!

Ute Knieriemen-Wagner



Gefunden
Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.


Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.


Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?


Ich grub's mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich's

Am hübschen Haus

Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.


Johann Wolfgang von Goethe

Alle Fotos Ute Knieriemen-Wagner





Alle Fotos Ute Knieriemen-Wagner