Montag, 6. Januar 2014

Die Umgebung von Trippstadt – eine vielseitige Landschaft

Von Hans Wagner


Natur kennt keine Grenzen! Sie will sich entfalten und somit dem Menschen Erholungsraum bieten. Die reizvolle und romantische Landschaft um Trippstadt, die enge Nachbarschaft von Wasser und Fels, von Wald und Wiesen laden den Besucher ein und lassen das Herz des Wanderers höher schlagen. Gerade die enge Verbindung von Wald und Wasser sorgt für eine artenreiche Flora und Fauna. Grün-blau schimmernde Bäche, verwunschene Uferböschungen, geheimnisvolle dunkle Waldwooge und sprudelnde Quellen sind ein grünes Aushängeschild des Waldes um Trippstadt. Dadurch wird diese Landschaft zu einem wichtigen Heimat- und Rückzugsraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten und hat damit eine wichtige Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Durch einen sanften und nachhaltigen Tourismus wird diese Gegend zu einem wichtigen Erholungsgebiet für Menschen aus nah und fern. Denn eine intakte Natur, ob vor der Haustür oder am Urlaubsort, trägt zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden der Menschen bei.


Besonders interessant für die Besucher sind die vielen naturnahen Gewässer. Wer hier wandert kann viel beobachten. Allein eine Wanderung entlang der Moosalb wird zum Erlebnis für den Naturliebhaber. Große Gesteinsblöcke im Wasser bei der Karlstalschlucht geben diesem Teil der Trippstadter Landschaft eine romantische Stimmung. Im kühlen Schatten mächtiger Altbäume hat die Natur hier einen besonderen Lebensraum für die Bachbewohner geschaffen: Moose und Flechten können die Steine besiedeln, weil die meisten höheren Pflanzen der Kraft des Wassers nicht gewachsen sind. Die Wasseramsel baut im Frühjahr in umgestürzten, über und aus dem Bach ragenden Ästen und Baumstümpfen ihr Nest, hier ist sie sicher vor Feinden.


Karlstalschlucht Fotos Ute Knieriemen-Wagner




Tritt der Wanderer aus der Schlucht heraus, hat das Ufer mehr Sonnenlicht wovon Kleinlebewesen wie seltene Libellenarten profitieren, aber auch Blütenpflanzen gibt es hier in den warmen Sommermonaten zu entdecken. Dort wo die Moosalb über ihre Ufer tritt und kleine Gewässerinseln bildet ist die wichtigste „Kinderstube“ unserer wohl bekanntesten Schwanzlurchenart – des farbenprächtigen Feuersalamanders. Seine Larven können sich in den ruhig durchströmten Wassern in diesem Teil der Moosalb weitgehend ungestört entwickeln. Man findet Quell-Steinminze, Milzkraut und Brunnenkresse, Baldrian und Kalmus an den Ufern. Versteckt blüht hier und da der giftige Eisenhut. Neben einer großen Anzahl von Steinfliegen und Eintagsfliegen, kann man hier auch den blauen „Wassergeist“, eine besonders schöne Wasserfliege beobachten. Auch das breitblättrige Knabenkraut ist hier zu finden.
Klares Wasser aus sprudelnden Quellen, romantische dunkle Waldwooge, aber auch die muntere Bachforelle aus Schubarts schönem Vers, laden zum Verweilen in Trippstadt ein.

In einem Bächlein helle
da schoss in froher Eil
die launige Forelle
vorüber wie ein Pfeil.
Ich stand an dem Gestade
und sah in süßer Ruh’,
des muntern Fisches Bade
im klaren Wasser zu.

Christian Friedrich Daniel Schubart


 

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