Freitag, 27. September 2013

Abbau Kohlenmeiler und Ernte der Holzkohle

Abbau ist heute, 27.09.2013 ab 14.00 Uhr und morgen, Samstag, 28.09.2013 ab 9.00 Uhr. Helfer sind willkommen! Wir freuen uns über alle die gerne mithelfen möchten die Holzkohle zu ernten!


Donnerstag, 26. September 2013

Hans Wagner - Der schwarze Holunder



Der "Gemeine oder Schwarze Holunder", Sambucus nigra wird auch als "Flieder oder Holler" bezeichnet. Er bildet bis zu 8 m hohe, 20 – 30 cm dicke Bäume mit wohlgeformter, runder Krone und bogenförmig nach unten geneigten Ästen. Seine bis zu 30 cm langen, unpaarig gefiederten Blätter sind in der Jugend leicht bräunlich angelaufen. Die Zahl der Fieder beträgt 3 - 7, sie sind fein gesägt und zugespitzt. Die Blüten sind klein, gelbweiß, erscheinen im Juni und sind durch rundliche Zipfel und gelbe Staubbeutel ausgezeichnet. Sie stehen in reichblütigen, endständigen Ebensträußen mit fünf Hauptzweigen aufrecht. Nach langsamer dunkelrot Färbung der Fruchtstiele hängen diese herab und tragen schwarzrötliche Steinfrüchte mit rotem Inhalt. Das Mark der Zweige ist weiß. Der schwarze Holunder bewohnt fast ganz Europa. Er wird viel von Vögeln verbreitet und findet sich in Hecken als Unterholz, in lichtreichen Wäldern, auf feuchtem, humusreichem Boden. Er ist eine Pflanze der Ebene, dennoch finden wir ihn in den Alpen bis zu 1200 m Höhe vor. 


 
Zeichnung/Copyrights Ute Knieriemen-Wagner


 Die Volkskunde und Mythologie besingt den Holunder als heilkräftigen und magischen Baum. Auch die Brüder Grimm haben in ihrem Märchen von der Frau Holle dem Holunder ein Denkmal gesetzt. Der Holunder ist ein uralter Hausbaum, wo er nicht angepflanzt wird, dauert es nicht lange bis er irgendwann da ist und wächst, er sucht förmlich die Nähe der Menschen. Frau Holla oder Holda war eine germanische Haus– und Fruchtbarkeitsgöttin, eine den Menschen wohlgesinnte Gottheit, die Tier und Mensch heilte. Der Holunderbaum ist wegen seiner Heilkräfte eine der bekanntesten Heilpflanzen der Volksmedizin.
Der Name Holunder ist auf Frau Holle zurückzuführen, bereits die Germanen wussten um die große Heilkraft dieser Pflanze. Hier einige Holunderrezepte.

Holundersaft:
Die Beeren werden entsaftet, man kann sie auch mit etwas Wasser weichkochen und über Nacht durch ein Tuch ablaufen lassen. Entweder im Einmachtopf oder  Backofen bei 80 Grad 20 Minuten lang einkochen. 
Den Saft aufkochen und unter Rühren den Zucker dazugeben/ zu 1 Liter Saft kommen 500 g Zucker. Ca. 5 Minuten kochen lassen. Etwas Zimt oder Zitronensaft als Würze dazu und in vorbereitete Flaschen oder Gläser füllen.

Holundermarmelade:
3 kg Holunderbeeren, 1 ½ kg Zucker.
Die Beeren werden mit ein wenig Wasser weichgkocht und durch ein Sieb gedrückt.
Würzen kann man mit Vanille, Zimt, Gewürznelken. Eine Mischung mit Johannisbeeren oder Pflaumen ist auch möglich. Die zerdrückten Beeren aufkochen und den Zucker dazugeben. Auf 3 kg Holunder gibt man 1 ½ kg Zucker. Die Marmelade wird heiß in die vorbereiteten Gläser gefüllt!

Holunderkompott:
3 kg Holunderbeeren, 350 g Zucker.
Die Beeren  ca. 15 Minuten kochen, kein Wasser dazugeben!
Zucker untermischen dann nochmals 15 Minuten kochen. Je nach Geschmacksrichtung würzen (siehe Holundermarmelade) und heiß in die vorbereiteten Gläser abfüllen.

Holunderkuchen:
Für den Belag:
5 Tassen Holunderbeeren, 2 Tassen gemahlene Nüsse, 3 gehäufte Esslöffel Zucker, etwas geriebene unbehandelte Zitronenschale, Zimt, Vanille, 1 Schuss Rum, 3 Eiweiß.
Für den Boden:
200 g Mehl, 1 Teelöffel Backpulver, 75 g Zucker, 125 g Butter, 3. Esslöffel saurer Rahm, 1 Ei, Salz.
Das Mehl mit Backpulver, Salz, Butter, Zucker und dem Ei auf einem Backbrett zu einem Teig verarbeiten. Den Rahm dazufügen, gut durchkneten und etwa eine Stunde kaltstellen. Den Teig ausrollen und in eine gefettete Springform geben. Die Holunderbeeren werden mit 3 Esslöffel Zucker bestreut und  ca. 10 Minuten erwärmt. Die geriebenen Nüsse und die Gewürze dazugeben. Geschlagenen Eischnee unterheben und in die Form füllen.
Bei mittlerer Hitze etwa 40 Minuten backen.

Holunderlikör :
¼ Liter gekochter Holundersaft, 1 Tasse Holunderbeeren, 2 Esslöffel Zucker, 1 Liter Kirschwasser.
Der  Saft wird mit Zucker und Gewürzen verrührt.(Gewürze siehe Holundermarmelade)
Saft und Beeren in eine weithalsige Flasche füllen und mit dem Kirschwasser übergießen. 
Die geschlossenen Flaschen ca 6 Wochen ziehen lassen. Durch ein Sieb schütten und den fertigen Likör in Flaschen füllen.

Holunderblütenlimonade :
Die Holunderblütendolden legt man nach Möglichkeit in einen Steinguttopf, dazu kommen Scheiben einer unbehandelten Zitrone. Dann die Dolden mit Wasser auffüllen, bis Dolden und Zitronenscheiben gut bedeckt sind. Einen Tag stehen lassen, abschütten und nach Belieben süßen!

Holundersekt:
Ca. 25 große Holunderblütendolden, 1 ¼ kg Zucker, ¼ Liter Weinessig,
Drei Zitronen, 15 Liter Wasser. 
Die Holunderblüten werden in einen Glasballon gegeben. Dazu gibt man die geschnittenen Zitronen und den Essig. Der Zucker wird in Wasser aufgelöst und dann in den Glasballon gefüllt. Jetzt an einem warmen oder sonnigen Ort ziehen lassen. Steht der Glasballon im Freien muss man diesen für die Nacht einpacken!  Bilden sich an der Oberfläche kleine Bläschen, haben die Blüten zu gären angefangen. Das geschieht meist schon nach 3 oder 4 Tagen. Jetzt werden die Blüten auch bräunlich.
Der  Sekt kann durch ein Sieb geschüttet  und in Flaschen gefüllt werden. Diese im Keller mindestens  mindestens 6 Wochen lagern/stehend. Da die Flaschen unter Druck stehen, nur Gummiverschlüsse verwenden. Sie werden täglich überprüft, dabei immer ein wenig "Energie" ablassen!! Dazu einfach den Gummiverschluss langsam öffnen und wieder schließen.


Holunderglühwein:
1 Liter Holundersaft, 1 Liter Rotwein, 3 Esslöffel Zucker, 4 Nelken, 1 Zimtstange, 1 Teelöffel unbehandelte zerriebene Zitronenschale.
Den Saft mit den Gewürzen und Zucker aufkochen. Abschütten. Nochmals kurz mit dem Wein erhitzen dann heiß servieren.

Literaturhinweis: Susanne Fischer "Blätter von Bäumen" HUGENDUBEL Verlag



Zeichnung/Copyrights Ute Knieriemen-Wagner




Unser Tipp für das Wochenende!! 
Herbstmarkt am Unterhammer im Karlstal!
Samstag, 28.09.2013 von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Kulturmarkt mit vielen Ausstellern. Es gibt Marmelade, Liköre, Floristik, Keramik....... und vieles mehr! Dazu serviert das Café Unterhammer hausgemachte Speisen und Torten!
Weitere Infos hier!
 
Foto Unterhammer im Karlstal




Noch ein Tipp zum Thema: 
Marmeladenmarkt am Haus der Nachhaltigkeit  in Johanniskreuz!
Am 06.10.2013 findet im Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz wieder ein Marmaladenmarkt statt. Holen Sie sich den Sommer im Glas, bei der reichhaltigen Auswahl findet jeder seine Lieblingsmarmelade und kann sich für die kalte Jahreszeit einen Vorrat anlegen!
Außerdem: Konfitüren, Gelees, Chutneys, Öle, Essige und viele andere Leckereien!
Weitere Infos hier!
 
Foto Haus der Nachhaltigkeit

Freitag, 20. September 2013

Hans Wagner - Tiere des Trippstadter Waldes – wenn der Dachs auf die Weide geht



Er ist ein scheuer Bewohner unserer Wälder und Feldwiesen, doch in der Dämmerung kann es möglich sein, dass er uns über den Weg läuft. Gemeint ist Meister Grimbart, der Dachs!

Der Dachs geht auf die Weide“ so nennen es Naturkundler, wenn Meister Grimbart zur Nahrungssuche aufbricht. Beim  Verlassen seines Baues lässt er stets größte Vorsicht walten. Er schiebt sich aus der Röhre, dem  Erdgang, wittert und verschwindet wieder. Das wiederholt er einige Male und bevor er endgültig aufbricht „löst“ er sich, d.h. er setzt in einer Grube abseits des Baues Urin und Kot ab. An diesen „Dachsabtritten“, spitz nach unten zulaufenden Löchern die nicht immer zugescharrt werden, erkennt man, dass der Dachs in dem betreffenden Waldgebiet zuhause ist. In diesen Gruben vergräbt er auch seine Abfälle und sorgt so in seinem Bau für peinliche Ordnung und Sauberkeit.

Auf seinen Ausflügen in die Dämmerung und Nacht folgt der Dachs bestimmten Wechseln, wie man seine Wege nennt. Sein Revier dehnt sich bis zu zwei Kilometer  um den Bau aus. Obwohl er in der Lage ist, schneller als ein Mensch zu laufen, trottet und watschelt er in der Regel gemächlich dahin. Dieser gemütliche „Dachsgang“ ermöglicht es ihm, unterwegs alles auf seine Fressbarkeit zu untersuchen. Wenn er so „auf die Weide geht“, findet er sehr schnell Nahrung.

Meister Grimbarts Speisekarte ist außerordentlich vielseitig! Beeren, Eicheln, Bucheckern, Wurzeln, Fallobst, Pilze, reifendes Getreide, Rüben und vieles mehr. An Kleintieren frisst er alles was ihm begegnet, vor allem  sind es Regenwürmer, die zu seiner Leibspeise zählen. Aber auch Schnecken, Frösche, Mistkäfer und andere Kerbtiere.  Man hat sogar schon beobachtet, dass Dachse sich an Laubbäumen die „Schwarte“ reiben um auf diese Weise Maikäfer herunter zu schütteln.  Gerne ist der Dachs auch auf Mäusejagd. Diese scharrt er mit seinen  kräftigen Pranken in kürzester Zeit aus ihren Erdgängen.



Dachsfamilie am Kussweg - Zeichnung/Copyrights Ute Knieriemen-Wagner

Generationen von Tierbeobachtern hielten ihn für einen extremen  Einzelgänger, weil man selten mehrere dieser Tiere zusammen antrifft.
Doch in der Zeit des ausgehenden Winters und bis zum Vorfrühling leben die alten Dachse oft zu mehreren in einem Bau. Und über das Jahr soll es üblich sein, dass sich die Tiere in Ihren Bauen gegenseitig besuchen bevor sie zur Futtersuche aufbrechen und manchmal übernachten sie sogar bei ihrem Gastgeber.
Durch solche Beobachtungen wurde wohl auch Kenneth Grahame, der Autor der wundervollen Kindergeschichten „Der Wind in den Weiden“ inspiriert. Wer kennt sie nicht, die Geschichten um Dachs, Maulwurf, Herr Kröte und Ratte, die nicht nur Kinderseelen berühren!

Seine Streifzüge unternimmt der Dachs aber gerne alleine und wenn man die Tiere zu zweit antrifft, handelt es sich dabei meist um ein Paar. Der Rüde, wie der männliche Dachs genannt wird, ist etwas kräftiger gebaut und sein Kopf breiter. Früher nahm man an, dass Rüde und Fähe, wie das weibliche Tier genannt wird, nur in der Paarungszeit zusammentreffen. Ansonsten aber das Jahr über einzeln  leben. Der Engländer Ernest Neal, der Dachse jahrelang beobachtet hat vertritt die These, dass Dachse sogar eine Dauerehe führen.
Die Paarungszeit der Dachse auch Ranzzeit genannt, ist im Juli-August. Dann lassen sie manchmal einen durchdringenden Schrei hören, der einem menschlichen Angstschrei ähnelt. Dieser wird von den Tieren ausgestoßen die noch keinen Partner gefunden haben und so auf sich aufmerksam machen.

In lauen Trippstadter Sommernächten kann man diesen ungewöhnlichen Schrei manchmal hören. Meist kommt er von unten aus dem Tal wo an den bewaldeten Hängen einige Dachsgenerationen ihre Burgen bewohnen.  Glücklich kann sich schätzen wer einmal in der Dämmerung dort eine Begegnung mit einem dieser wundervollen Tiere hat.

Montag, 2. September 2013

08.09.2012 - Gottesdienst am Meiler

Am Sonntag, 08.09.2013 findet ein ökumenischer Gottesdienst am Meiler statt!
 Ab 11.00 Uhr, für Sitzplätze/Bänke ist gesorgt!
Foto/Copyrights Michael Raka Weckerle