Donnerstag, 23. Mai 2013

Frühling in Trippstadt

Fotos/Copyrights Ute Knieriemen-Wagner
Im Moment regnet es leider schon wieder, aber am letzten Samstag war herrliches Frühlingswetter und man konnte den Tag im Freien genießen! Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass die Sonne dauerhaft zurückkommt!

Der Schlüssel des Frühlings



Von Hans Wagner
Heute habe ich eine schöne Wanderung durch die frühlingshafte Trippstadter Landschaft unternommen. Überall kann man nun die Frühlingsboten bewundern. Blaue Krokusse, die gelbe Blüte der Kornelkirsche und auch die Schlüsselblumen blühen bereits. In den Waldwoogen haben schon die Frösche abgelaicht und laut dringt der Ruf des Schwarzspechts durch den Forst. Die ganze Natur befindet sich in Frühlingsstimmung. Am meisten aber erfreute mich die Blüte der Schlüsselblumen. Sie öffnen die Tore des Frühlings! Der Volksmund nannte sie Himmelsschlüssel, den Germanen glich der Büschel gelber Schlüssel-blumenblüten einem Schlüsselbund.

Sie waren der Göttin Freya geweiht und sie allein hatte die Schlüsselgewalt, mit der die kosmischen Zeiträume geöffnet und wieder geschlossen wurden. Für unsere germanischen Vorfahren waren diese Blumen daher Zauberpflanzen. Doch auch das Christentum wusste um das Geheimnis der Schlüsselblumen. So erzählt eine alte Sage folgendes: eines Tages versuchte der Teufel in den Himmel zu schleichen. Ganz leise und behutsam pirschte er sich heran. Als Petrus den Schatten des Himmelsfürsten sah, erschrak er so sehr, dass ihm der Schlüsselbund aus den Händen glitt und auf Erden fiel. Als die Schlüssel den Boden berührten, verwandelten sie sich in Schlüsselblumen.

Auch in die Sagen- und Märchenwelt fand die Schlüsselblume ihren Zugang. So erzählt ein altes Pfälzer Märchen folgendes: einem Ziegenhirten erschien einst eine wunderschöne Frau. Sie schenkte ihm eine Schlüsselblume und sagte ihm, er könne damit einen Felsen, der hinter der Waldwiese lag wo der Hirte seine Ziegen hütete, aufschließen. Alles was er darin finden würde, könne er behalten. "Vergiss also das "Beste" nicht!" warnte sie ihn noch, ehe sie verschwand. Der Ziegenhirte berührte die Felswand und tatsächlich öffnete sie sich. Aber drinnen lagen nur alte Ziegenzähne. Einen davon steckte er launisch in seine Hosentasche und die Schlüsselblume warf er achtlos zur Seite. Dann trat er wieder ins Freie. Der Fels schloss sich wieder hinter ihm. Als er in die Tasche griff und den Ziegenzahn herausholte, merkte er, dass dieser sich in pures Gold verwandelt hatte. Aber er konnte nicht mehr in die verschlossene Felshöhle eintreten, denn die Blume, das "Beste", hatte er dort gelassen.





 
Schlüsselblumenelfe Zeichnung/Copyrights Ute Knieriemen-Wagner


 

Immer wieder kehrt in Sage und Märchen die Schlüsselblume als Helferin und Öffnerin geheimer Schatztruhen und Felshöhlen auf. Und nach einem langen, harten Winter öffnet sie uns auch Heute immer noch verborgene Schatztruhen. Vor allem den größten und schönsten Schatz den es zu entdecken gibt - den Schatz der Natur.

Freitag, 17. Mai 2013

Baumpflanzaktion auf 07. Juni 2013 verschoben



Eigentlich sollte heute die Baumpflanzaktion stattfinden, wegen des schlechten Wetters wurde die Aktion auf den 07. Juni 2013 verschoben!
Am 07. Juni 2013 um 10.30 Uhr wird Herr Bürgermeister Stahl mit den Kindern der Trippstadter KiTa einen Ginkgo-Baum (Baum des Jahrtausends) im Trippstadter Schlosspark pflanzen.
In der Regel finden solche Baumpflanzaktionen ja am Tag des Baumes statt. Aber ist nicht jeder Tag ein Tag des Baumes? Schließlich sind Bäume jeden Tag für uns Menschen da – wir Menschen aber nicht für sie.
Den Baum wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen und vor allem der Kinder zu rücken, ist Sinn dieser Aktion, die in direkter Verbindung zu der neuen Sonderausstellung „Sag ich’s euch geliebte Bäume – der Baum in der Trippstadter Landschaft“ steht.
Der Baum ist ein Gleichnis für das Menschenleben schlechthin: das Leben eines Baumes beginnt als Winzling, zunächst in der feuchten Dunkelheit der Erde geboren, tritt er klein und zaghaft ans Licht und ist gefährdet. Er muss Wurzeln bilden, die ihm Kraft zum Wachsen geben. Er muss sich aufrichten und den Stürmen des Lebens trotzen. Er muss Früchte tragen und anderen Lebewesen Wohnung bieten. Er wirkt stark und kräftig, dennoch ist sein Leben verletzlich denn ohne Wasser und Licht kann er nicht überleben! Er ist ein Sinnbild des Lebens – der Lebensbaum!
Eine Baumpflanzung mit Kindern ist Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt und ist im Emotionalen verankert. Bei Kindern gibt es eine bereits vorhandene Verbindung mit allem Lebendigen, die vor allem in Begegnungen aktiviert wird und sich über subjektive, erlebnishafte Annäherung an Bäume entfaltet!

Weitere Infos
Tourist Info Trippstadt
Telefon: 0 63 06 – 3 41