Donnerstag, 26. Juli 2012

1. Pfalzwerke Lichterfest im Schlosspark Trippstadt

Kartenvorverkauf  in der Tourist Information Trippstadt bis einschließlich Freitag, 27.07.2012, 16.00 Uhr!!
Eintrittspreise:
Erwachsene: Vorverkauf 9,50 €, Abendkasse: 12,00 €
Kinder/Jugendliche (7-17 Jahre): Vorverkauf 5,00 €,Abendkasse: 8,00 €
Familienkarte: 2 Erwachsene und 2 Kinder: Vorverkauf: 24,00 €, Abendkasse: 30,00 €
Begleitkinder (7-17 Jahre) zusätzlich zu Familienkarte: Vorverkauf: 3,00 €, Abendkasse: 5,00 €.

 
Einfach mal die Seele baumeln und den alltäglichen Stress hinter sich lassen, mit diesen Worten wird das 1. Pfalzwerke Lichterfest am geeignetsten beschrieben. Neben gleich drei tollen Livebands auf der großen Festbühne sorgen Kinderattraktionen wie Kinderschminken, Ballonkünstler und eine große Hüpfburg im Schwollener Kinderparadies für unvergessliche Stunden.
Gaumenfreuden wie Lachs vom finnischen Kota-Grill, Pizza und Pasta oder süße Verführungen werden ebenso offeriert wie erlesene Weine & Seccovariationen, frisch gezapftes Bier und handgemachte Cocktails. Die atemberaubenden Lichtilluminationen bei Dämmerung verleihen dieser Veranstaltung ihre besondere Note und lassen sie dadurch zu einem Event der Extraklasse werden. Abgerundet wird dieser emotionsreiche Abend durch ein romantisches, musikalisch begleitetes Abschlussfeuerwerk.
Musikalisch loslegen wird die einheimische Newcomerband „Season Four“, deren Mitglieder von 17 bis 18:30 Uhr den Besuchern unter Beweis stellen möchten, dass sie noch großes vor haben. Im Anschluss daran heißt es …music just pure! mit der Bandformation Simply7. In der Musikrichtung Westcoast und Country-Rock fühlen sich diese 7 gestandenen Musiker aus Leidenschaft am wohlsten und interpretieren ihre Songs auf eine „Gänsehaut“ verdächtigen Weise.
Hauptact des Abends ist die mittlerweile weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannte Band „Brass Machine“. Ob in Pirmasens, Kaiserslautern, Nürnberg oder beim legendären Montreux Jazz Festival, diese professionelle Soul-Rock-Pop-Coverband überzeugt durch ihren unverwechselbaren Klang des mehrstimmigen Gesangs und der Bläsersätze einer Brass-Section.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Auf Schmetterlingsexkursion im Trippstadter Wald - von Hans Wagner


Wer in den Monaten Juni, Juli und August, entlang der Feucht und Gewässergebiete um Trippstadt wandert, wird von der atemberaubenden Vielfalt in diesem Teil des Pfälzerwaldes begeistert sein.
Die großartige botanische Auswahl vieler Pflanzenarten, lockt natürlich wiederum bekannte und auch sehr seltene Arten von Schmetterlingen an. Unter den Insekten ist der Falter ein wahres Kleinod. Auch die kleinen und unscheinbaren Arten, erscheinen uns bei genauem Hinsehen als wahre Wunderwerke der Natur, sind sie doch ein ausgewogenes Spiel von Farben, Mustern und Zeichnungen.
Die Welt der Blüten und die Welt der Falter gehören der gleichen Sphäre an. Vor allem an heißen, sonnigen Tagen, fliegen diese unruhigen "Blumen der Luft", wie sie der Dichter Friedrich Schnack nannte.
Zeichnung und Copyrights Ute Knieriemen-Wagner


Auf den weinroten Blütenköpfen der Disteln, lässt sich oft, der nach ihnen benannte Distelfalter (Vanessa cardui) nieder. Dieser unstete Flieger wandert in manchen Jahren bis nach Island. Manche Schmetterlinge sind "Wanderer", andere örtlich gebunden, einige leben in Symbiose wie der Gemeine Heidewiesenbläuling (Lyycaeides idas), dann gibt es wieder welche die streng an ihre Futterpflanze gebunden sind, so der seltene aber auch bei uns anzutreffende Fetthennenbläuling (Scolitantides orion). Dieser Falter ist ganz an verschiedene Fetthennen (Sedum) Arten gebunden. Ein weiterer von seiner Futterpflanze abhängige Tagfalter ist der Kleine Fuchs (Aglais urticae). Sein lateinischer Name zeigt die Verbindung zur Brennessel (Urtica dioicu) an. Mit dem kleinen Fuchs nicht zu verwechseln, ist der Große Fuchs (Nymphalis polychloros), eine streng geschützte Art, die nur noch ganz selten anzutreffen ist. Seine Vorliebe für Obstbäume wurde ihm zum Verhängnis, da die Obstbauern meist zu oft und unnötig früh zur Giftspritze greifen. Schmetterlinge und Pflanzen lehren uns außerordentlich das ökologische Zusammenspiel von Mutter Natur, verschwindet die Art einer Pflanze so gehen mit ihr oft zahlreiche Tierarten mit zugrunde.
Zeichnung und Copyrights Ute Knieriemen-Wagner


Der Hornissenschwärmer (Aegeria apiformis) auch Bienenschwärmer genannt, gehört zur Familie der Glasflügler und bevorzugt Pappeln, vor allem Schwarzpappeln
(Populus nigra) als Futterpflanzen. Diese Baumart verschwindet langsam aus unseren Feuchtgebieten und mit ihr dann auch der Hornissenschwärmer. Diese Art die zunächst überhaupt nicht wie ein Schmetterling aussieht, sondern eher einer Bienen oder Hornissenart gleicht, ahmt diese nach. Dies ist seine "Waffe", sein Überlebensschutz. Man bezeichnet diese Vortäuschung falscher Tatsachen als Mimikry, die wir in der Tier- und Pflanzenwelt oft vorfinden.
Ein weiterer Bewohner von Schwarzpappeln ist der Pappelschwärmer (Laothoe populi), in Gestalt und Verhalten ähnlich dem Abendpfauenauge (Smerinthus ocellata).
Sein Flügel aber ist noch bizarrer und täuscht in Ruhestellung einige übereinander liegende, dürre Pappelblätter vor. Doch bei näherer Betrachtung fällt die Unterscheidung von Pappelschwärmer und Abendpfauenauge nicht schwer. Der Pappelschwärmer ist blasser gezeichnet und trägt auf der Oberseite der Vorderflügel je einen deutlichen weißen Punkt.
Die Oberseite der Hinterflügel schmückt ein großer, orangeroter bis rotbrauner Fleck, der bei Gefahr nach außen vorgewiesen wird.
Pappelschwärmer und Hornissenschwärmer kann der naturkundlich geübte Beobachter an den Schwarzpappeln die im Karlstal stehen beobachten.

Bereits 1983 verzeichnete die Rote Liste von Rheinland – Pfalz, das verschwinden von sechsundsechzig von dreihundert Groß – und Kleinschmetterlingsarten im Pfälzerwald.
Der Kleine Eisvogel (Limenitis camilla) und beide Schillerfalterarten (Apatura) sind auch um Trippstadt noch vorhanden. Die Raupe des Kleinen Schillerfalters benötigt zur Überwinterung Pappelbäume. Beide gehören zur Familie der Edelfalter.

Wer sich tiefer in den Wald von Trippstadt begibt hat sogar die Möglichkeit die schöne Adlerfarneule (Callopistria juventina) , eine Schmetterlingsart, die sehr stark vom Adlerfarn (Pteridium aquilinum) abhängig ist, zu bewundern.
Nicht nur für Pflanzenliebhaber, auch für Schmetterlingsliebhaber ist der Trippstadter Wald eine wahre Fundgrube. Die Vielfalt der Arten kann man am Besten in den Monaten Juli und August beobachten.