Posts

Es werden Posts vom März, 2012 angezeigt.

Ein Osterspaziergang

Bild

Sonderausstellung im Eisenhüttenmuseum Trippstadt

Bild

Alte Waldberufe - Flößerei und Trift von Hans Wagner

Bild
Wenn ich eine Gegend erwandere bewege ich mich auch in ihre Geschichte hinein. Ja, beim Wandern begegnet man der Geschichte einer Landschaft ja förmlich. In der waldreichen Umgebung von Trippstadt werden wir beim Wandern immer wieder Stellen finden, wo einst die Kohlenmeiler glühten und beim Wandern im Pfälzerwald finden sich an Bächen und Flüssen auch heute noch Plätze, wo einst Holz geflößt und getriftet wurde. Schon im Jahre 1403 stellte König Rupprecht der Stadt Neustadt ein Privileg zum Flößen von Hölzern auf dem Speyerbach aus. Im größeren Stil wurde die Flößerei und das Triften von Holz allerdings erst im 18. Jahrhundert betrieben. Im Laufe der Zeit unterschied man genauer zwischen „flößen“ für zusammen-gebundene Holzstämme (Floß) und „triften“ für loses Kurz- oder Schichtholz. (Hier ist noch zu bemerken, dass man in alter Zeit festgelegte und erlaubte Wege zum Eintreiben von Waldweidevieh in die Waldweide, die damals wegen knapper Grünfütterung sehr wichtig war, „Triftwege“ nann…

Von Holzknechten, Schindelmachern und anderen Holzhandwerkern im Pfälzerwald

Bild
Vorankündigung Ausstellung ab April 2012
Eisenhüttenmuseum der Gemeinde Trippstadt Sonderausstellung „Alte Waldberufe“
Wir alle wissen, dass ein Fortbestand der Welt wie wir sie kennen, nur mit großen Waldflächen möglich ist. Wälder sind die Lunge der Erde, sie beeinflussen das Klima und steigern unsere Lebensqualität. Außerdem benötigen wir das Holz für den Haus- und Möbelbau, die Papierproduktion, als Heizmaterial und für vieles andere mehr! Dieser Abhängigkeit vom Rohstoff Holz haben wir es zu verdanken, dass nicht alle Wälder abgeholzt wurden. Die alten Holzhandwerker wussten diese Abhängigkeit immer zu würdigen. Für sie stellten die Wälder nicht nur den Lebensunterhalt dar, sie lieferten auch einen großen Teil der Werkzeuge die benötigt wurden, waren Arbeitsplatz und oft auch Wohnort und Lebensraum. So verbrachten die Holzköhler den größten Teil des Jahres an ihren „Kohlplätzen“ im Wald, wo sie in einfachen Hütten hausten. Die Harzbrenner lebten bei ihren Harzöfen und auch die Potas…

Alte Waldberufe - Der Harzbrenner - von Hans Wagner

Seit Urzeiten galt Baumharz als begehrtes Handelsobjekt. Schon 4000 v.Z. balsamierten die Ägypter ihre Mumien damit ein, und in der Antike musste es sogar als Zahnersatz herhalten.
In unseren heimischen Wäldern ist die Kiefer der ergiebigste Harzlieferant. Dieses Baumharz wurde in den sogenannten „Harzöfen“ oder „Pechhütten“ gewonnen. Heute erinnern noch viele Flurnamen an dieses alte Handwerk. In einer Grube wurden Kiefernstämme, ähnlich wie bei der Holzkohlegewinnung im Kohlenmeiler, aufgeschichtet und gebrannt. Solche „Pechmeiler“ fand man im Pfälzerwald sehr oft vor. Erst gegen Ende des 17.Jahrhunderts trat eine einfachere Methode der Harzgewinnung an die Stelle der Harzöfen. Man begann damit das Harz direkt vom Baum abzuzapfen. Die Harzöfen und Pechmeiler verschwanden und übrig blieben Flurnamen wie „Harzofen“. Professor Ernst Christmann hat in seinem volkskundlichen Werk „Die Siedlungsnamen der Pfalz“ 46 Flurnamen, die sich auf die Harzbrennerei beziehen, in der Pfalz nachgewies…

Bald ist es soweit - Frühlingserwachen in Trippstadt

Bild
Bald ist es wieder soweit und die Natur erwacht aus dem Winterschlaf.
Mehr Fotos zum Frühling in Trippstadt finden Sie hier!

Frühlingserwachen im Karlstal - von Hans Wagner

Bild
Wer das Karlstal bei Trippstadt aufsucht wird auf Anhieb von dieser Landschaft begeistert sein. Die wildrauschende Moosalb in der Karlstalschlucht, die großen, mächtigen und erhabenen Buntsandsteinfelsen, die dieser Schlucht ihr besonderes Gepräge geben und die urwüchsigen Buchen und Eichen, verleihen, vor allem im Frühjahr, dieser Landschaft eine archaische, wildromantische Aura.
Bevor die Bäume ausschlagen, hat sich der Boden leicht begrünt und unter dem Altlaub strecken sich die ersten Frühjahrsblüher dem Lichte entgegen. Vereinzelt finden sich nun Buschwindröschen, Lungenkraut, Leberblume, Schlüsselblume und Waldmeister ein. Bereits am Ende der Schlucht bilden sie einen bunten Frühlingsblumenteppich. Im dichten Unterholz entfaltet nun auch der giftige Seidelbast seine duftenden, rosafarbenen Blüten. Folgt der Wanderer nun dem Verlauf der Moosalb wird er mit etwas Glück einigen selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten begegnen.
In den krautreichen Gebüschen längs der Moosalb, wird…