Posts

Es werden Posts vom 2012 angezeigt.

Romantische Waldweihnacht am 15. und 16.12.2012

Bild
Alle Jahre wieder.... veranstaltet Landesforsten Rheinland-Pfalz/das Haus der Nachhaltigkeit an zwei Tagen einen an ökologischen Kriterien orientierten Adventsmarkt, im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Mehr als 50 Anbieter aus der Pfalz empfangen die Besucher bei der Romantischen Waldweihnacht  in einer gemütlichen Waldatmosphäre in Johanniskreuz. Es warten wieder viele Künstler mit einem breiten Angebot an Kunsthandwerk aus Holz, Glas, Metall und Wolle auf die Besucher. Daneben gibt es die besonderen Schlemmereien aus dem Wald, von den Wiesen und aus Bächen und Teichen des Pfälzerwaldes. Wildgerichte und Köstliches von Ziegen, Schafen, Rind und Forelle. Weihnachtsgebäck, Pralinen, Früchtebrot, Schokolade und Waffeln schmecken danach als süßer Kontrast zu Herzhaftem.

 Den Flyer zur Waldweihnacht mit allen Anbietern und weitere Informationen erhalten Sie direkt beim Haus der Nachhaltigkeit!

Fotos der Romantischen Waldweihnacht vom letzten Jahr finden Sie hier!

Über das pfälzische Märchen - von Hans Wagner

Bild
"Wenn in einer klaren Mondnacht die Wolken ziehen und abwechselnd Licht und Schatten auf das Land fällt, scheint die alte Riesenwelt der Sage neu entstanden." So schrieb im Jahre 1857 August Becker in "Die Pfalz und die Pfälzer."
Wer das Reich des Märchens und der Sage betritt, hält Einkehr ins Land des Wunderbaren. Auf den ersten Blick scheint es, als begegne man einer Welt des traumhaften und der Unwirklichkeiten, doch ist jenes Reich des Märchens und der Sage nicht nur folkloristische Erzählung, sondern durch jahrhundertelange mündliche Überlieferung, auch unmittelbare Erfahrung der Menschen einer Region. In alter Zeit versuchten die Menschen über die Märchen und Sagen ihre Umgebung zu deuten, sie zu benennen, ja sie zu erforschen und zu verstehen. Da das einfache Volk des Schreibens nicht kundig war, blieb ihm zur Aufbewahrung von Geschichte nur die mündliche Überlieferung. Durch psychologische, phantastische, historische und soziale Einflüsse entstanden im Lauf…

Tour zum Kennenlernen

Bild
Kleine Rundwanderung um Trippstadt
Circa 1,5 Stunden zu laufen, 4 km

Bei dieser kleinen Tour gibt es eine Menge zu sehen: Das Trippstadter Schloss mit dem wunderschönen alten Baumbestand im Schlosspark, die Burg Wilenstein, die Klug'sche Mühle und die Karlstalschlucht, den wohl schönsten Wanderkilometer im Pfälzerwald...... Genießen Sie die kleine Wanderung rund um Trippstadt!

Den Flyer mit genauer Wegebeschreibung und Informationen zu den Sehenswürdigkeiten finden Sie hier!


Der Wald um Trippstadt im Herbst - einfach wunderschön!

Bild
Alle Fotos/Copyrights Michael Raka Weckerle

Wanderung im Aschbacher Wald - von Stephan Marx

Bild
Der Aschbacher Wald bietet zwischen der Brunnenstollenhütte und dem Aschbacherhof eine Menge Überraschendes: Sehenswerte Kleinodien und schöne Wanderpfade. Er eignet sich besonders für eine Wanderung, bei man abschalten und mit sich selbst sein will.
Die hier beschriebene Wanderung ist etwa 15 Kilometer lang und in knapp 4 Stunden schafft man die Tour. Es gibt auch einige Möglichkeiten, die Wanderung abzukürzen. Darauf wird im Text hingewiesen. Die Wanderung orientiert sich im Groben am Rundwanderweg - bis kurz vor den Aschbacherhof. Der Rückweg über das Bergfeld, den Felsen- und den Candidusbrunnen verlässt dann die Markierung 1 zeitweise. Wir starten in der Ortsmitte und wandern über die Haupt- und Friedhofstraße zur Brunnenstollenhütte. Alternativ kann man die Wanderung auch an der Brunnenstollenhütte beginnen.
Wir folgen nun ein kurzes Stück dem roten Balken in den Wald hinein und biegen nach einem kurzen Abstieg nach rechts auf einen unmarkierten Weg ein. Rechts dieses Weges…

Über die Kunst des meditativen Wanderns

Bild
Der Wald als Psychotherapeut - von Hans Wagner
Wandern ist Erlebnis. Therapie auch. Die Verbindung von Wandern und Therapie kann ich nur erfahren und erleben, wenn ich selbst wandere, weil ich mich dann selbst erfahre und bemerke, dass Wandern eine innere und äußere Angelegenheit ist. Als Wanderführer ist es meine Aufgabe Menschen durch den Wald zu führen und dabei mit den Gästen Gespräche zu führen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Menschen während einer Wanderung durch die Natur tiefere Gespräche führen, als wenn sie sich gerade mal auf der Straße oder in einem Café treffen.

Die Natur ist nicht nur die größte Lehrmeisterin sondern auch die beste Therapeutin. Ich persönlich begebe mich einmal am Tag in eine Therapiestunde, nämlich dann, wenn ich mich zu einer Wanderung aufmache. Meditatives Wandern ist mehr, als nur laufen. Es ist eine kleine Lebenseinstellung. Therapie wie ich sie verstehe, hat vor allen Dingen etwas mit Wachstum zu tun, einem inneren ganzheitlichen Wachstum. 

Im…

Sankt Martin und der Landstreicher

Eine Erinnerung an meine Kindheit von Hans Wagner
Als ich noch ein kleiner Junge war, erzählte mir meine Großmutter jedes Jahr zum Sankt Martinstag ihre Martinsgeschichte. So wie sie diese Erzählung schon von ihrer Großmutter gehört hatte. Hier ist diese Geschichte:
Einst lief ein alter Bettler fröstelnd durch die eiskalte Novembernacht. Wie Diamanten blinkten am Himmel die Sterne, und der unruhige Vollmond wanderte zwischen ihnen. Wie ein kosmisches Gemälde flackerten die Sterne im ganzen Universum. Der Landstreicher war müde, desto mehr freute er sich, als er plötzlich vor einer halbzerfallenen, uralten Scheune stand. Knarrend drückte er die Tür zur Scheune auf. Durch ein Loch im Dach drang gerade so viel Mondlicht in die morsche Feldhütte, dass er in einer Ecke, unter einer Futterkrippe eine Lage Heu erkennen konnte. Durchfroren wie er war, schlüpfte er mit seinem alten, durchlöcherten Mantel unter das Heu, das ihm ein wenig Wärme schenkte. Es dauerte nicht lange, da schlief der alte…

Der Trost des Waldes - Gedanken eines Waldgängers - von Hans Wagner

Bild
Wer in den Wäldern lebt, sieht den Wald anders als jemand der in der Großstadt lebt. Es gibt ihn, den Unterschied zwischen dem Stadtmenschen und dem Naturmenschen und so gibt es auch verschiedene Weisen die Natur zu sehen und zu erfassen.

Der Mensch der die Natur liebt, dem wird sie zu einem letzten Reservat eines romantischen Gefühls. Ihm öffnen die Wälder nicht nur die Sinne, sie schenken seinem Leben auch Sinn. Vor allem jetzt, in der nahenden dunkleren Jahreszeit hat der Wald dem Wanderer hier in Trippstadt besonderes zu bieten. Er fordert seinen Geist und seine Phantasie heraus. Dass raues Wetter das Denken fördert, ist in der Philosophie allgemein bekannt. Wenn Regen und Wind die äußere Sicht einschränken, wendet der Blick sich nach innen. In den Wäldern können wir eine Freiheit spüren, die es uns erlaubt, mit dem Wesentlichen des Lebens in Kontakt zu treten. Es ist die Stille des Herbstwaldes, die uns eine bisher nicht gekannte, schweigende Aufmerksamkeit schenkt. Viel intensiv…

Eine Herbstwanderung - von Hans Wagner

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; gib ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Rainer Maria Rilke

In seiner Farbenpracht ist für viele Wanderer der Herbst jene Jahreszeit, zu der sie am liebsten durch die Wälder streifen. Er ist gleichzeitig auch die vergänglichste der Jahreszeiten und hebt sich vom gewöhnlichen ab wie ein festlicher Augenblick, der sich vom Alltagsgeschehen unterscheidet.
Ähnlich dem Altweibersommer gibt es auch in der ersten Hälfte des Monats Oktober oftmals noch einmal eine Schönwetterperiode. Wenn sich bis zum Vormittag hin die Bodennebel aufgelöst haben, …

Wo einst Könige, Fürsten und Freiherren wanderten - eine Wanderung zur historischen Amseldell im Trippstadter Wald - von Hans Wagner

Bild
Der griechische Philosoph Aristoteles schrieb einmal: „Die Heimat des Philosophen ist der Ort wo er denken kann.“ Nun, es ist wahrscheinlich auch der Ort wo man sich besonders wohlfühlt, wo man Wurzeln ziehen kann. Ein Stück Erde das man liebt. Es ist einem bewusst, dass es einen Ort gibt an dem man sich zuhause fühlt. In dem Wort Heimat schwingt etwas religiöses mit, selbst bei jenen Menschen die Heimat als etwas altbackenes bezeichnen und sich über das Heimatgefühl erhaben glauben. Die innige Verwurzelung des Menschen mit seiner Heimat ist nicht in irgendeiner Ideologie sondern in einem natürlichen Zwang begründet.
Zeichnung Ute Knieriemen-Wagner
Es gibt Gäste die seit vielen Jahren nach Trippstadt kommen und sagen: „Trippstadt ist uns zur zweiten Heimat geworden!“ Dies liegt zweifelsohne an den vielen romantischen Plätzen die wir in der Umgebung von Trippstadt vorfinden. Es sind Plätze der Meditation und Besinnung umgeben von einem „grünen Kranz von Wäldern“. Ein solcher Platz ist u…

Oktober der Erntemond - von Hans Wagner

Bild
Es ist die Zeit da, die Stille langsam Einkehr hält im Pfälzerwald. Der Oktober geizt nicht mit seinen Farben. Ja, wer jetzt die Wälder durchstreift, den erwartet ein Farbenrausch. Der altdeutsche Name „Gilbhart“ ist ein Satzname, der das „Färbe den Wald gelb“ in sich trägt. Das alte, heute nicht mehr gebrauchte Wort „Hart“ für „Bergwald“ hält sich noch in geographischen Namen wie Haardt und Harz. Es ist auch die hohe Zeit der Baumfrüchte. Bevor ein Baum seine Blätter fallen lässt, versucht er noch möglichst viele Nährverbindungen herauszuziehen. Diese wertvollen Stoffe sind an das Blattgrün gekoppelt und je mehr das Grün schwindet, desto stärker treten - auch vorher schon vorhandene – andere Farbstoffe in Erscheinung: Das Blatt wird gelb, rot, orange oder braun. Eine besonders schöne Färbung zeigt nun die Wildkirsche, ihr folgen die Ahornarten.
Wer Anfang Oktober etwas tiefer in den Pfälzerwald eindringt, kann tagsüber schon mal ein unwillig klingendes Knörren vernehmen. Es ist die Ze…

Frühherbst im Pfälzerwald - von Hans Wagner

Bild
Mit seiner wunderschönen Farbenpracht, ist für viele Wanderer der Herbst jene Jahreszeit, zu der sie am liebsten durch die Wälder streifen. Bereits Anfang September kehrt mit dem „Altweibersommer“ eine besondere Stille und Stimmung in die Trippstadter Wälder ein. Noch einmal schöpft die Natur nun aus dem Vollen, neben den Baumfrüchten sprießen die Pilze und die Beerenfrüchte.
Es ist die Zeit, wo die Zugvögel unruhig werden und eifrig ihr Gefieder putzen, denn bald beginnt ihre Reise in den Süden. Die Schwalben sammeln sich auf den Hausdächern und an den Abenden hört man manchmal das Geschnatter der Wildgänse.
Der Pfälzerwald zeigt sich nun in seiner vollen Farbenpracht. Die Laubbäume leuchten in sämtlichen Herbstfarben, so dass der Wanderer sich nicht zu wundern braucht, wenn er plötzlich bemerkt, dass er mit den Augen des Landschaftsmalers schauen kann. Auf seinem Weg durch den bunt schillernden Herbstwald erlebt er in den Wäldern um Trippstadt eine ursprüngliche Landschaft, wie man …