Mittwoch, 15. August 2018

01.+ 02. September 2018 - Trippstadter Kohlenbrennerfest

Plakat©Tourist Info Trippstadt
Mehr Infos: Trippstadter Kohlenbrennerfest 2018

Festschrift Trippstadter Kohlenbrennerfest 2018

Titel Festschrift©Tourist Info Trippstadt


Aus dem Inhalt:

Grußwort Manfred Stahl, Ortsbürgermeister

Grußwort Wolfgang Henzelmann, 1. Vorsitzender Vereinsring

Trippstadter Kohlenbrennerfest 2018

Zur Geschichte der Köhlerei in Trippstadt

Köhlerei – ein altes und traditionsreiches Handwerk

Die Heideschmiede – Schmiede im Mittelalter

„Zwischen Räubern und Revolutionären“

Nicht alles was funkelt ist Eisen – Eisenhüttenmuseum Trippstadt

Kleine Rückschau zu den Anfängen

Informationen zur Sperrung der Hauptstraße

Den Plan zum 39. Trippstadter Kohlenbrennerfest sowie das Programm und
Hinweis zu den Meilerwachen finden Sie in der Heftmitte!

Die Festschrift erhalten Sie kostenlos in der Tourist Info Trippstadt

Meileraufbau Samstag, 18.08.2018


Vereinsring Wilensteiner Land - Trippstadt e.V.

Aufbau Kohlenmeiler
Herzliche Einladung an alle Vereine, Bürger und Gäste
Meilereinsatz am 18.08.2018 ab 9.00 Uhr am Meilerplatz.
Erleben Sie altes Handwerk hautnah und helfen Sie mit den diesjährigen Kohlenmeiler aufzubauen!

Helmut Celim, Pressewart Vereinsring Wilensteiner Land - Trippstadt e.V.

Infos:
Tourist Info Trippstadt
Hauptstraße 26
67705 Trippstadt
Telefon: 0 63 06 – 3 41
E-Mai: info@trippstadt.de

Foto©Tourist Info Trippstadt

Samstag, 4. August 2018

August - Sommer in seiner ganzen Pracht

Artikel©Hans Wagner


Die Sonnenblumen brennen in leuchtendem Gelb und es scheint, als träufelt lichtheller Staub von ihren Flammenrändern über die prallgefüllten grünen Blätter.
Die Malven strahlen und der Rittersporn hat die Farbe des Himmels angenommen. Noch blühen die wilden Rosen, doch der Himmel ist schon ein wenig blasser geworden. Die jungen Schwalben beleben die Lüfte und einsam zieht ein Bussard am Horizont seine kunstvollen Kreise. 
 
Noch erklingt im Schilf die Flöte des Pan und die Astern künden vom nahenden Herbst. Die Augustsonne schenkt uns noch einmal wundervolle Sommertage. Im Wald ist es nun stiller geworden. Über dem Waldteich tanzen die Libellen und im dichten Schilf klettert einsam der Schilfrohrsänger. Eine seltsame Stimmung sucht den Wanderer in solchen Stunden heim. Die Zeit scheint still zu stehen sogar bei den Zitterpappeln ist keine Bewegung zu erkennen. 

 
Foto©UteKW/Tourist Info Trippstadt

Augusttage - die große Blüte neigt sich langsam ihrem Ende zu. Manche Pflanzen erscheinen nun wie zerbrechliche Wesen, deren Körper der Zeit verfallen sind. In diesem Sinne sind sie ein Gleichnis für den Menschen. Natur–so wie sie sich uns offenbart, ist immer „geheimnisvoll–offenbar“ wie Goethe es ausdrückte. Sie trägt in sich etwas unlösbares–rätselhaftes was in uns Menschen tiefe Empfindungen auslösen kann. Etwas andersweltliches–jenseitiges scheint sie im August auszuströmen.

Je tiefer wir nun in die Natur eindringen, desto rätselhafter wird sie uns.
Die Bäume scheinen ein tiefes Schweigen auszuströmen und die Worte des großen Beethoven kommen dem Wanderer in den Sinn wenn er in diesem Monat unter ihnen verweilt: 
„Auf dem Lande ist es, als würde jeder Baum „heilig“, „heilig“ zu mir sagen! Wer kann jemals die Verzückung der Wälder ausdrücken?“


Foto©UteKW/Tourist Info Trippstadt


Die Zugvögel werden unruhig, bald beginnt die große Reise, die Mauersegler sind schon fortgezogen sind sie doch die ersten, die sich auf die große Wanderung begeben. Auch Kuckuck und Pirol gehören zu den frühen Reisenden.
Der ganze Sommer ist ein einziger Strom des Werdens, doch nur im August mischt sich die Wehmut des Vergehens hinein. 

Noch einmal nehmen wir ihn in uns auf, den Sommer! In seiner ganzen Fülle und Kraft, aber auch in seiner Vergänglichkeit. Was wir wirklich wissen über diesen Monat August ist, dass er noch einmal das ganze Feuer des Sommers ausstrahlt, jedes Jahr wird er es wieder tun, wird wieder sein Lied singen, selbst wenn wir und unsere Werke lang schon vergangen sind....

Freitag, 27. Juli 2018

Kranz der Wälder Heft August/September Ausgabe


Das neue Heft ist ab sofort bei der Tourist Info Trippstadt erhältlich!
Aus dem Inhalt:


August – Sommer in seiner ganzen Pracht – noch blühen die wilden Rosen, die Sonnenblumen brennen in leuchtendem Gelb und über dem Waldteich tanzen die Libellen. Die Zeit scheint still zu stehen!

September – Magie des Spätsommers – nun, da die erste leichte Laubfärbung der Bäume beginnt, die Zugvögel unruhig ihr Gefieder spannen, ist es Zeit sich aufzumachen zu einer Wanderung hinein in diesen magischen Spätsommer!

„Pfalzwerke Energy Beats“ am 10.08.2018 und „7. Pfalzwerke Lichterfest“ am 11.08.2018 – der Trippstadter Schlosspark wird an diesen beiden Tagen zum Festivalgelände! Besucher aus nah und fern genießen die Musik, die kulinarischen Köstlichkeiten und das Höhenfeuerwerk! Tickets gibt es bei der Tourist Info Trippstadt!

Trippstadter Kohlenbrennerfest und Schmiedefest – am 01. und 02. September 2018. Jedes Jahr am 1. Wochenende im September wird die Hauptstraße zur Kohlen-brennerfestmeile und an der Schmiede Huber klingen die Hämmer der Schmiede. Am Meilerplatz raucht der Kohlenmeiler und daneben gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal ein kleines historisches Zeltlager zum Thema „Zwischen Räubern und Revolutionären“.

Tag des offenen Denkmals – am 09. September 2018 mit Führungen um das Schloss und Schmiedevorführungen in der hist. Schmiede Huber.

Frauen Aktiv – am 20. September 2018 um 15.30 Uhr laden die Damen von Frauen Aktiv zu einem Vortrag über Pilze ein. Geselliges Beisammensein, Kaffee und Kuchen.

Auf unseren Veranstaltungsseiten finden Sie noch weitere interessante Tipps.
Genießen Sie die vielen Veranstaltungen und entspannen Sie bei einer Wanderung durch die Trippstadter Wälder!
Redaktion Kranz der Wälder

Dienstag, 24. Juli 2018

Eine Glockenblumenwanderung um Trippstadt


Artikel©Hans Wagner

Sind es persönliche Erlebnisse oder seltene Zufälle, die uns Menschen mit dem Reich der Blumen verbinden?
Sind es ihre Formen, Farben und Düfte die viele von uns jeden Sommer wieder in ihren Bann ziehen? Wie sich der Nachtwanderer vom Sternenmeer magisch angezogen fühlt, so fühlt sich der naturbezogene Wanderer vom Blumenmeer angezogen. Es hat einen tieferen Sinn, dass der Mensch sich zwischen Blumen und Gestirne gestellt fühlt. 
Sprechen wir nicht von „Blumensternen“ und „Sternenblumen“?
Blumen und Sternen scheint etwas Unfassbares, etwas Numinoses inne zu wohnen. Warum sonst auch sollte die Antike ihre wichtigsten Blumen den Göttern zugeordnet haben?
 
Foto©Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt

„Nicht die Schätze sind es, die ein so unaussprechliches Verlangen in mir geweckt haben, sagte er zu sich selbst; fernab liegt mir alle Habsucht; aber die blaue Blume sehn’ ich mich zu erblicken. Sie liegt mir unaufhörlich im Sinn, und ich kann nichts anderes dichten und denken. So ist mir noch nie zumute gewesen.....“
lesen wir im „Heinrich von Ofterdingen“ des Novalis.
Gewiss, Novalis hat mit diesem Bekenntnis auf jenes Verlangen der dichterischen Phantasie hingedeutet, jenseits aller Blumen die eine Blume zu suchen, jenes Absolute für das es viele Namen gibt. Dennoch, auf eine gewöhnliche Sprache herabgesetzt könnte diese Blume auch die Glockenblume sein.

Eine Verwandtschaft zu diesen Blumen ist auf jeden Fall vorhanden. Sie bestätigt sich wenn wir die Mythen, Märchen und Legenden befragen, in denen uns die Glockenblume immer wieder begegnet. Auch in der Naturheilkunde wurde und wird die Glockenblume verwendet.
Doch vor allem ist sie im Märchen und in der menschlichen Phantasie beheimatet. Mit ihren blauvioletten Blüten erscheint sie vor allem an ihren Waldstandorten besonders geheimnisvoll. 
Es heißt, wer die Blumenseele zum Sprechen bringt, wird ihre Botschaft erfahren. Es ist nicht jedem gegeben, die Seele der Blumen zu verstehen. Um ihre Stimme zu hören bedarf es einer besonderen Atmosphäre, ein sich Hineinfühlen in das Wesen der Pflanze selbst. Worüber schon Goethe in seinen Metamorphosen bestens zu berichten wusste:
 „Jede Blume, sie spricht lauter und lauter mit dir. Aber entzifferst du hier der Göttin heilige Lettern......“

Immer wurden Blumen mit etwas Seelenhaftem in Verbindung gebracht. Als „festgewachsene Schmetterlinge“ hat sie der Dichter Friedrich Schnack bezeichnet:
„Sind nicht auch Blüten Schmetterlinge – nicht abgelöste, an ihrem Ursprung haftende Falter? Wie der Schmetterling seiner braunen Puppe entkeimt, wenn die Stunde seines Erwachens gekommen ist, und seine vier Flügelblätter entbreitet, so entringt sich die Blüte ihrer walzenförmigen Knospe, entfaltet sich, wächst gleich den neugeborenen Falterschwingen zur endgültigen Gestalt und flattert an ihrem Zweig im Wind. Die Blume der Erde und die Blume der Luft sammeln auf ihren Blättern und Schwingen den Zauberstrahl des Lichtes, das farbenverwandelte Feuer des himmlischen Gestirns.“


Es scheint als habe der Dichter vor einer Glockenblume gestanden, als sich diese Zeilen in ihm bildeten. Es gibt gewiss einen tiefen Zusammenhang zwischen den Metamorphosen der Blumen und der des naturbezogenen Menschen.

Die Schönheit unserer heimischen Wildblumen, vor allem der mystischen Glockenblumen aus einem universellen Zusammenhang zu betrachten, kann der Sinn einer „Glockenblumenwanderung“ durch die Trippstadter Natur sein.
Der naturbegeisterte Spaziergänger kann hier alle unsere heimischen Glockenblumenarten bewundern. Mit etwas Glück auch die „lanzettblättrige Glockenblume“, die es nur im Pfälzerwald und im Taunus gibt und die mit zwei Standorten in der Gemarkung Trippstadt vertreten ist. Doch ihren Geschwistern wird er überall in Trippstadts Umgebung begegnen.