Mittwoch, 30. November 2016

Bildernachlese Trippstadter Weihnachts und Kreativmarkt

Der zweite Trippstadter Weihnachts- und Kreativmarkt war ein voller Erfolg!
Der Markt war sehr gut besucht und alle Aussteller waren mit Freude und Elan dabei!
Ein super Gemeinschaftswerk!

Eine Fotogalerie zum Weihnachtsmarkt finden Sie hier!

Fotos © Ute Knieriemen-Wagner

Montag, 28. November 2016

Winterzeit Winterfeste und ihr volkskundlicher Hintergrund



Von Hans Wagner

Wenn der November die Nebelkarre durch das Land schiebt, spürt man es sehr deutlich: das Jahr schließt sich bald.
Der alte Name des Novembers hört sich so düster an wie der Monat ist: Neblung, so nannten ihn die Altvorderen. Jetzt da der Winter anscheinend schier endlos vor uns liegt, reifen die roten Früchte der Eibe. Ist die Fichte unser Weihnachtsbaum so wurde in neuerer Zeit die Eibe zu unserem Advents- und Neujahrsbaum. Dieser Brauch kam aus England zu uns. Eiben und auch Stechpalmen gelten im Volksglauben als Sinnbild des ewigen Lebens, Tod und Wiedergeburt. Schon die Germanen schmückten im Winter Wohnung und Stall mit den grünen Zweigen der Stechpalme um gute Waldgeister und Elfen in Haus und Hof zu locken und sich so vor Bösem zu schützen. Vor allem um die Zeit der Wintersonnenwende.

Weihnachtswichtel im Trippstadter Wald - Aquarell © Ute Knieriemen-Wagner



Der Brauch in der Adventszeit einen Mistelzweig in die Tür zu hängen stammt ebenfalls aus England. Die immergrüne Mistel ist ein Symbol der Wiedergeburt. Aber auch der Kirschbaum ist ein solches Symbol. Pünktlich zum Barbaratag (4.12.) schneidet man einige Kirschzweige, mancherorts auch Apfelbaumzweige und stellt sie in eine mit Wasser gefüllte Vase, um sich an Weihnachten an den blühenden Zweigen zu erfreuen. In der Schweiz legt man eine Kupferminze und ein Stück Würfelzucker in die Vase hinein. Der Zucker schenkt dem Strauß eine Nährlösung und durch das Kupfer können die Zweige nicht verpilzen.



Auch unsere heimische Pfalz hat jahrhundertealte Weihnachtstraditionen. Hier sei nur an den „Julklotz“ erinnert und an die Pfälzer Sagengestalt „Hans Trapp“ aus dem später Knecht Ruprecht wurde.
In alter Zeit nannte man den Dezember „Christmonat“ ist doch das Weihnachtsfest das höchste Fest im Jahreslauf. Aber auch „Schlachtmonat“ war in der Pfalz in alter Zeit ein gängiger Begriff. Die Zeit der dörflichen Schlachtfeste begann. Man versorgte sich in der Erwartung auf die Feiertage und die langen Wintermonate mit Vorräten. Mit Sicherheit spielte die kalte Jahreszeit die Hauptrolle, da man im Winter das Fleisch weitaus besser lagern konnte als im Frühjahr oder Sommer.
Der größte Wunsch fürs Christfest ist natürlich eine „weiße Weihnacht“, doch diese ist eigentlich höchst selten. Meistens feiern wir eine „grüne Weihnacht“. Das dem Früher schon so war, kann man aus alten Bauernregeln herauslesen:

„Ist`s an Weihnachten mild und rein, wird ein langer Winter sein.“
„Weihnachten nass, gibt leere Speicher und Fass“.
„Dezember veränderlich und mild, der ganze Winter ein Kind“.
„Frierts am kürzesten Tage (21.12.) fällt das Korn im Preise, ist gelindes Wetter steigt der Preis.“

In dieser Zeit wird man vielleicht auch wieder einmal dazu inspiriert ein Buch in die Hand zu nehmen und eine Weihnachtserzählung von Charles Dickens oder Peter Rosegger zu lesen.
Das Wort Muse sollte man jetzt großschreiben, wahrscheinlich ist Weihnachten die einzige Zeit im Jahr in der wir für dieses Wort keine Verlustanzeige aufgeben müssen.
Schon immer war der Dezember ein Höhepunkt des Jahres. In vorchristlicher Zeit war es die Wintersonnenwende die man am 21.12. festlich beging.
Im alten Rom feierte man zwischen dem 14. und 24. Dezember die Saturnalien, um Saturn, den Gott der Aussaat, für das gute Gedeihen der Wintersaat zu bitten. An diesem Tage gedachten die Römer dem goldenen Zeitalter, in dem alles von selbst vor sich ging und Friede und Eintracht unter Menschen und Tieren vorherrschte. Die Woche der Saturnalien wurde bestimmt von Festgelagen und heiterem Treiben.Im Gegensatz zu den römischen Saturnalien hatte das germanische Julfest das man zur Wintersonnenwende feierte einen etwas düsteren Charakter. Zwar fehlte hier auch nicht ganz die Geselligkeit und Freude, doch es war ein Totenfest das seine Wurzeln im altgermanischen Ahnenkult hatte. Die Verstorbenen erschienen an diesem Tage aus ihren Hügelgräbern um die Welt der Lebenden zu besuchen. Auch Odin der oberste Gott der Germanen verließ dann seine himmlische Behausung um im Reich der Menschen nach dem Rechten zu sehen. Die hohe Zeit Odins war allerdings die Zeit vom letzten Weihnachtstag bis zum Dreikönigstag die sogenannten „Rauhnächte“. In diesen „Losnächten“ wie sie auch noch genannt wurden, war das „wilde Heer“ des altgermanischen Gottes besonders aktiv. In diese Zeit der Rauhnächte fällt auch der Silvester- und Neujahrstag. Seit im Jahre 153 v. Chr. erstmals die hohen römischen Beamten am 1. Januar ihren Dienst antraten, galt dieser Tag im bürgerlichen Kalender als Beginn des Jahres. Im Volksglauben war die Neujahrsnacht einst eine wichtige Geisterzeit ähnlich dem alten keltischen Samhain (Halloween). Den Gefahren dieser Nacht begegnete man durch Lärm. Lautes Getöse galt als Geisterabwehr. Um im neuen Jahr Zufriedenheit und Glück zu finden vertrieb man das alte Jahr mit seinen Geistern und Dämonen. Schon in heidnischer Zeit war der Winter als arbeitsfreie Zeit geradezu prädestiniert für Festlichkeiten. So wurde unter dem frühen römisch-kirchlichen Einfluss die kalte Jahreshälfte zur Hauptfestzeit gemacht. Es war vor allem die Kirche die es äußerst geschickt verstanden hatte die alten heidnischen Feste mit ihren Ritualen zu assimilieren um den heidnischen Kult mit der christlichen Lehre zu versöhnen. Ohne diese „Versöhnung“ wäre die christliche Eroberung der keltisch-germanischen Länder wohl nicht so schnell erfolgt. Gerade Allerheiligen und Allerseelen, also jene christlichen Feste die am Anfang der Winterzeit stehen, zeigen dies aufs deutlichste. Papst Gregor IV. hatte das Allerheiligenfest, welches ursprünglich im Frühjahr gefeiert wurde, im Jahre 835 auf den 1.November verlegt und damit ein altes heidnisches Fest der Kirche zunutze gemacht. Fast alle unsere Feste sind heidnischen Ursprungs.

Auch im tiefsten Winter, wenn Schnee und Eis unsere Wälder und Wiesen bedecken, ist es belebend und eine Wohltat für die Seele sich auf eine Wanderung durch die klirrende Kälte zu begeben. Ruhig und starr sehen die Bäume nun im Wald, ohne ihren Blätterschmuck offenbaren sie uns um so mehr ihr eigenes Wesen. Auf den Nadelbäumen funkelt der Schnee wie Diademe. Die Natur ruht, doch schon wächst neues Leben unter der gefrorenen Erde und wartet nur darauf, dass die Sonne es aufblühen lässt!

Freitag, 18. November 2016

Der Baum in der Trippstadter Landschaft – alte Baumpersönlichkeiten in und um Trippstadt



Einer der schönsten An- und Ausblicke in der Landschaft sind zweifelsohne ältere und allein stehende Bäume. Sie haben eine starke Wirkung auf das Landschaftsbild und geben dem Landschaftsraum eine Struktur und ein unverwechselbares Gesicht.

Als Einzelobjekte prägen solch ältere Bäume mit ihren mächtigen Kronen und starken Stammumfang auch die Trippstadter Landschaft. Solche Baumpersönlichkeiten sind ein besonders zu wahrendes Kulturgut.

Von jeher sind Bäume dem Menschen Symbole des Lebens, der Geborgenheit und des Schutzes gewesen. In einer Zeit der bedrohten Umwelt sind sie auch Ausdruck des Beharrens, der Hoffnung und vor allem der Freude am Wachsen und Gedeihen.
Auch aus unserer Sprache sind solche Bäume nicht mehr weg zu denken. So kennen wir den Lebensbaum, den Maibaum, den Tanzbaum, die alte Dorflinde, den Stammbaum und den Christbaum.

Unsere Gemeinde kann mit Recht stolz auf ihren Altbaumbestand sein. Die altehrwürdigen Zerreichen im Trippstadter Schlosspark, die mächtige Kastanie und ihr direkter Nachbar die alte Roteiche vor dem Trippstadter Schloss und die wunderschöne alte Buche vor der katholischen Kirche prägen das harmonische Dorfbild von Trippstadt. 


Buche vor der Kath. Kirche in Trippstadt - Foto © Ute Knieriemen-Wagner

Entlang der Trippstadter Feldwege finden sich einige ältere Birn- und Apfelbäume die unsere Kulturlandschaft hier besonders prägen und ihr ein landschaftstypisches Gesicht geben. Bäume helfen uns dabei, eine Landschaft erst richtig zu erkennen und lieb zu gewinnen weil sie etwas Authentisches darstellen und die natürliche Schönheit einer Landschaft besonders hervorheben. Sie sind ein wichtiger Aspekt des touristischen Landschaftserlebnisses und dienen einer harmonischen Erholung in einem Fremdenverkehrsort. 

 
Alter Birnbaum am Weg zu den zwei Steinen - Foto © Ute Knieriemen-Wagner



 
Alte Eichen im Trippstadter Schlosspark - Foto © Ute Knieriemen-Wagner

Das „besondere“ an solch alten Bäumen erkannten die alten Griechen schon sehr früh! Sie pflanzten an besonderen Orten Bäume die sie als „genius loci“ bezeichneten, also als „Geist dieses Ortes“. In unsere heutige Sprache übersetzt bedeutet dies nichts anderes, als ein besonderer harmonischer Platz in der Landschaft. Sind sie doch Gewähr für das viel zitierte Naturerlebnis das die Menschen heute so dringend benötigen.

Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen die alten Bäume der jeweiligen Landschaft zu erhalten. Neben dem landschaftsästhetischen und den kulturellen Gründen sind es vor allem psychologische und gesundheitliche, die durch tiefenökologische und nachhaltigkeitsstrategische Argumente ergänzt werden.
Vor allem in unserer Zeit, die sich ja nicht nur in der Verschandelung der sichtbaren Natur widerspiegelt, sondern vor allem der „unsichtbaren“ Umweltkatastrophen, nämlich der Ozonlöcher und Klimaerwärmung. Hier tragen Bäume eine besondere Schutzaufgabe für das Leben auf unserem Planeten. So wissen wir schon lange, dass ein Baum die Strahlungsintensität der Sonne reduziert und uns dadurch vor Hautschäden schützt. Bäume sind Staub- und Schadstofffilter. So ist zum Beispiel das Staubfangvermögen unserer Trippstadter Dorflinden pro Quadratmeter Blattfläche rund fünf Mal höher als das von mächtigen Stadtplatanen.

Auch die große Buche vor der katholischen Kirche in Trippstadt sorgt bestens für uns. Wenn dieser Baum im Lichte photosynthetisch aktiv ist, gibt er etwa genau soviel Sauerstoff an die Atmosphäre ab wie er an Kohlendioxid aus dem Luftraum zur Bindung in organischen Molekülen aufnimmt. Diese große Buche setzt am Tag ungefähr 7000 Liter Sauerstoff frei. Das ergibt etwa 35 Kubikmeter sauerstoffreiche Atemluft- genug um den Tagesbedarf von über 50 Menschen sicherzustellen.
Ohne diese ausgleichenden und regenerierenden Leistungen der Bäume gäbe es auf Dauer kein höheres Leben in der jetzigen Form auf unserem Planeten. Doch solche Laubbäume dämpfen auch den Verkehrslärm und im Sommer produzieren sie besonders viel Sauerstoff und sorgen somit für angenehme Luftfeuchte und Kühle in unserer Gemeinde.

Jeder einzelne Baum ist ein Ökosystem und wenn wir die „Sprache der Bäume“ verstehen, können wir von diesem Ökosystem mit seinen vielfältigen Verflechtungen nur lernen und vor allem profitieren in einem ganzheitlichen Sinne.

Versuchen Sie es einfach mal und lauschen dem Raunen dieser alten Bäume, sie können uns viel erzählen und wie schon Erich Kästner in einem seiner Gedichte schrieb: „man kann mit ihnen wie mit Brüdern reden…“

Hans Wagner

Montag, 14. November 2016

„Und stehen wie verzaubert da“ - eine Vollmondwanderung im Trippstadter Wald



Zum Sehen geboren
Zum Schauen bestellt…..
J.W.Goethe


Wer noch nie eine Vollmondnacht in den Wäldern erlebt hat, der hat wahrlich etwas versäumt! Wenn in den kalten Winternächten der Vollmond am Himmel steht, wird der Wald zu einem magischen, zauberhaften Ort. Ist auch noch Schnee gefallen erscheint uns die Landschaft wie ein großes Mysterium. Vom Mondlicht verzaubert fühlen wir uns den Wesen des Waldes besonders nahe. Die Stille im nächtlichen Wald sorgt dafür, dass wir alles Profane hinter uns lassen und ganz aufgehen, in der Seele des Waldes!

Alle großen Dichter wussten um die Magie des Vollmondes und seine Macht die er auf die Poesie und das Gemüt ausübt! Ob Goethe, Schiller, Eichendorff, Thoreau und viele andere, sie alle waren der Macht dieses schnell wandernden Gestirnes verfallen.
Wenn wir hochblicken zu ihm, erscheinen uns die unendlichen Räume des Kosmos als funkelndes Sternenzelt und mit einem Mal begreifen wir das „Schweigen der unendlichen Räume“, sind den Worten Schillers ganz nahe, der dichtete: „Brüder überm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen“.
Wer in einer Wintervollmondnacht das romantische Karlstal aufsucht, fühlt sich schnell in eine Zauberlandschaft versetzt. Ein Gedicht von Ludwig Tieck beschreibt die Stimmung die in einer solchen Nacht über uns kommen kann:
Mondbeglänzte Zaubernacht
Die den Sinn gefangen hält
Wundervolle Märchenwelt
Steig’ auf in der alten Pracht…….
Auf der Bergeshöhe erkennt man nun Burg Wilenstein, die vom Mondlicht verwandelt einer Gralsburg gleicht. Wenn dann noch der Ruf des Waldkauzes durch die Wälder schallt, dann wird die Landschaft noch geheimnisvoller. In solchen Nachtstunden, in denen keine unliebsamen Störungen von außen in die Stille einbrechen sind die Kräfte der Imagination am stärksten. Und es fällt uns nicht mehr schwer daran zu glauben, dass jetzt Elfen und Zwerge durch die Wälder ziehen.
Wer würde da nicht gerne mitwandern?
 Hans Wagner


Fotos © Ute Knieriemen-Wagner




Freitag, 4. November 2016

2. Trippstadter Weihnachts- und Kreativmarkt 26. und 27. November 2016










2. Trippstadter Weihnachts- und Kreativmarkt
26. und 27. November 2016
Vor der Katholischen Kirche St. Josef
Im November beginnt für die meisten von uns die schönste Zeit des Jahres, die Wochen der Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Mit Kerzenschein, besinnlichen Abenden und mit den wunderschönen Weihnachtsmärkten, die im Pfälzerwald mit Glühweinduft und Lichterzauber auf die Weihnachtszeit einstimmen.
Am 1. Adventswochenende findet in unserer Gemeinde der 2. Trippstadter Weihnachts- und Kreativmarkt statt. Im stil- und stimmungsvollem Ambiente, um die Katholische Kirche St. Josef, werden kreative Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Geschäftspartner aus unserer Gemeinde am Samstag und Sonntag in Ihren weihnachtlich dekorierten Ständen kulinarische Leckereien, Getränke, Kunsthandwerk und liebevoll gefertigte Geschenke für Weihnachten anbieten.
Eine kleine Auswahl: Weihnachtsdeko, Weihnachtsbaumschmuck, Teepräsente, Filz- und Holzarbeiten, handgestrickte Socken, kleine gerahmte Drucke, Weihnachtskarten, Schmuck aus Silberdraht oder Leder, Stoffkreationen, Accessoires aus 100 % Schurwollfilz, Weihnachtswichtel aus Holz, Schmuck-anhänger aus Speckstein, Weihnachtsgebäck, Pralinenspezialitäten, gebrannte Mandeln sowie Likörpräsente und vieles mehr!
Es werden Glühwein, Kinderpunsch und verschiedene Teespezialitäten angeboten, Thüringer Bratwurst, Muffins, Käsespieße mit Grissini, Kürbissuppe, verschiedene Waffelvariationen und Crêpes runden das Ganze ab!
Für die weihnachtlichen Klänge sorgen der Posaunenchor Trippstadt, die Musikkapelle Trippstadt und das Holzbläser-Ensemble Trippstadt, die mit ihren Auftritten auf die Adventszeit einstimmen.

Besuchen Sie den Trippstadter Weihnachts- und Kreativmarkt und lassen Sie sich von diesem besonderen vorweihnachtlichen Flair verzaubern.
Öffnungszeiten:
Samstag, 26.11.2016 von 17.00 bis 22.00 Uhr
Sonntag, 27.11.2016 von 12.00 bis 20.00 Uhr
Informationen erhalten Sie bei der Tourist Information Trippstadt
Telefon: 0 63 06 – 3 41, E-Mail: info@trippstadt.de