Freitag, 7. Dezember 2018

Winter im Pfälzerwald



Mit dem Advent beginnt die weihnachtliche Vorfreude. Der Dezember ist oft nicht weniger dunkel als sein Vormonat und es ist wohl die Vorfreude und Erwartung, die uns diesen Monat so hell und glanzvoll erscheinen lässt. Es ist der Monat des Brauchtums, des Glaubens aber auch des Aberglaubens. In keinem anderen Monat des Jahres vermischen sich heidnische Bräuche und christliches Brauchtum so stark miteinander wie im Dezember. 

Luftkurort Trippstadt - Foto©Ute Knieriemen-Wagner Tourist Info Trippstadt

Vom 1. Dezember an freuen sich besonders die Kinder auf das Öffnen der Türchen am Adventskalender, den es heutzutage in allen möglichen Variationen gibt. Erst im 19. Jahrhundert ist dieser in das christliche Brauchtum eingeflossen.
Am 4. Dezember, am Barbaratag schneidet man Zweige von einem Kirsch- oder Apfelbaum und stellt sie in eine Vase, um sich am Weihnachtsfest eines blühenden Straußes zu erfreuen!
Zum Weihnachtsfest gehört auch ein Weihnachtsbaum und der erste, der urkundlich erwähnt wurde, stand 1539 im Straßburger Münster. 
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts tauchten die ersten geschmückten Weihnachtsbäume in den Bürgerhäusern der großen Städte auf. Anfangs von der Kirche als heidnischer Brauch verpönt, trat der Weihnachtsbaum nun seinen Siegeszug in die Wohnzimmer an.
1765 beschreibt der junge Student Goethe einen Weihnachtsbaum, der im Hause von Theodor Körners Mutter in Leipzig aufgestellt war:
„…mit allerlei Süßigkeiten war er behangen, darunter Lamm und Krippe mit einem zuckernen Christkind. Davor stand ein Tischchen mit Pfefferkuchen für Kinder“. So hat sich der Brauch langsam über ganz Deutschland verbreitet.

Schon unsere Vorfahren feierten zu dieser Zeit das Julfest, ein keltisches Sonnenfest, bei dem die Rückkehr der Sonne gefeiert wurde und verschönerten Ihre Häuser mit Tannengrün.
Mit dem alten Julfest, der „Wintersonnenwende“ nehmen die Tage langsam wieder zu. Und zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar liegen die sogenannten Los- oder Rauhnächte. Nun reitet Wotan’s „Wildes Heer“ durch die Lüfte, um sich an den Abtrünnigen des alten Glaubens zu rächen.
In diesen Nächten, so der alte Glaube, soll das Tor zum Reich der Geister und Verstorbenen geöffnet sei. Auch soll man in dieser Zeit die Sprache der Tiere verstehen können! Vorhersagen für das kommende Jahr und jegliche Form der Wahrsagerei, sowie das Befragen von Orakeln sind während der Rauhnächte möglich! Das heutige Bleigießen an Silvester nimmt dies in gewisser Weise auf.
Aus alter Zeit stammt auch der Brauch an Silvester Lärm zu machen, um böse Geister fernzuhalten. Noch in der heutigen Zeit wird der Jahreswechsel mit viel Getöse gefeiert. 


Januar und Februar – das lange Warten hat bald ein Ende


Kommt der Januar, beginnt eine lange Zeit der Starre mit meist klirrender Kälte. Oft liegt Schnee und im Wald herrscht nun eine geheimnisvolle Stille. Doch es wächst bereits neues Leben unter der der Schneedecke.
 
Luftkurort Trippstadt - Foto©Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt

Der alte Name dieses Monats ist Hartung. Zähflüssig und kalt sind seine Tage und so erscheint er uns als längster Monat des Jahres. Der heutige Name Januar geht auf den römischen Gott Janus zurück, dessen zwei Gesichter die Dualität symbolisieren: Anfang und Ende oder Licht und Dunkelheit. Als göttlicher Torwächter ist er für Türen und Tore verantwortlich.
An sonnigen Januartagen können wir schon so manchen Vogel etwas lauter zwitschern hören. Man könnte sagen, sie singen noch nicht doch ihre Stimme erscheint uns schon freudiger. Der Hartung scheint uns Erstarrung zu bringen und doch, wen es jetzt in die vereiste Natur hinaus zieht, kann einiges beobachten. Bergfinken fallen zu dieser Zeit oft in Schwärmen bei uns ein, die ihre skandinavische Heimat verlassen haben, um hier einen „milderen“ Winter zu verbringen. 
In manch seltenem Jahr zieht schon Ende Februar der Vorfrühling ins Land. Sein alter Name ist Hornung. Neben dem Huflattich können wir jetzt die ersten Blüten oder Kätzchen des Haselstrauchs sehen! Wir finden das weißblühende Schneeglöckchen und die ersten Frühlingsvorboten unter den Vögeln erscheinen in diesem Monat. Hausrotschwanz und Bachstelze kann man Ende Februar schon sichten. In Garten, Feld und Flur sprießt der gelbe Winterling und die ersten Krokusse kommen zaghaft aus der Erde. In den noch vereisten Pfützen balzen die ersten Grasfrösche und künden den Vorfrühling an!

Die Luft wird milder und den Wanderer hält es nun nicht mehr im Haus, er macht sich auf hinaus in die erwachende Natur!
Erste Frühlingsboten im Schlosspark Trippstadt - Foto©Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt



Ein Artikel von Hans Wagner

Mittwoch, 14. November 2018

Fenster im Advent - Trippstadt 2018


In der Zeit vom 1. Dezember bis Heiligabend öffnet sich jeden Abend um 18.00 Uhr in einem anderen Haus ein adventlich geschmücktes Fenster und lädt Menschen zum Treffen, gemeinsamen Warten und Vorbereiten auf Weihnachten ein.
Dazu wird von einem Liedzettel ein Adventslied gesungen, eine Geschichte vorgelesen und anschließend ein warmes Getränk (Tee, Kakao oder Glühwein) gereicht.
Die Besucher bringen ihre Tasse selbst mit.
Das erste geschmückte Fenster öffnet wie in jedem Jahr die Bücherei Trippstadt.
Diesmal auf dem Trippstadter Weihnachtsmarkt an der Hütte der Bücherei, von 18.00 bis 18.30 Uhr!
Die Liste mit allen Fenstern finden Sie zeitnah auf unserer Homepage www.trippstadt.de zum Download.


Weitere Infos erhalten Sie bei der Tourist Info Trippstadt.
 

Foto©Bücherei Trippstadt